Der Airbus A380 wird kein Flottenmitglied mehr sein/Foto: Lufthansa
Nach Medieninformationen wird Lufthansa angesichts trüber Aussichten für den Luftverkehr die Flottengröße weiter verringern und es zeichnet sich eine Entscheidung über die zukünftige Flottenstruktur ab. Zudem gibt es Abfindungsangebote für das Kabinenpersonal.
Die Zukunft liege in der „Allgemeinen Luftfahrt“, schreibt Nina Naske, Luftrechtsexpertin, auf airliners.de am 29. August 2020. Sie ist überzeugt, dass die Zukunft der Luftfahrt die „Allgemeine Luftfahrt“ sei, der Luftverkehr abseits des Linienflugverkehrs der großen Fluggesellschaften. Spätestens im Frühjahr 2020, als viele Staaten der Erde ihre Grenzen schlossen, sei klar gewesen, dass die SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie auch die Luftfahrt empfindlich treffen würde.
Laut Lufthansa sind 22 000 Mitarbeiter zu viel an Bord. Entlassungen sollen jedoch weitestgehend vermieden werden, aber die Gespräche – im besonderen mit den Piloten – gestalten sich äußerst kompliziert. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo rät ihren Mitgliedern dem „Tarifvertrag Krise“ zuzustimmen, die Verhandlungen mit ver.di hat Lufthansa am 13. August abgebrochen.
Ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Corona-Krise zu kommen, sei inzwischen nicht mehr realistisch, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der vergangenen Woche, nachdem er einen Milliarden-schweren Verlust für das erste Halbjahr und traurige Aussichten für das zweite angekündigt hatte. Rechnerisch habe das Unternehmen 22 000 Mitarbeiter zu viel an Bord.
Die erst vor Kurzem verstaatlichte Alitalia werde auch weiterhin mit Air France/KLM und anderen Skyteam-Mitgliedern kooperieren und sei an einer kommerziellen Zusammenarbeit mit der Lufthansa Group nicht mehr interessiert. Das will das österreichische Online Magazin „AviationNetOnline“ in Erfahrung gebracht haben.„Alitalia will angeblich nicht mehr mit Lufthansa kooperieren“ weiterlesen
Das erste Hilfsgeld aus dem 9-Milliarden-Euro-Paket des Staats ist geflossen. Jetzt hat der Lufthansa-Konzernvorstand mit dem Sparprogramm „Renew“ weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise beschlossen. Diese betreffen nicht nur die Zahl der Flugzeuge, sondern auch die Führungskräfte und die Verwaltung. So soll im Konzern, der bis zum Jahr 2023 um 100 Flugzeuge schrumpfen soll, jede fünfte mit einer Führungskraft besetzte Stelle gestrichen werden. In den Büros werden 1000 Verwaltungs-Arbeitsplätze abgebaut, wie Lufthansa am 8. Juli mitteilte. „Lufthansa-Sparprogramm „Renew“: Kosten reduzieren und Neues aufbauen“ weiterlesen
Im März 2019 stürzte eine Boeing 737 MAX kurz nach dem Start in Äthiopien ab. 157 Menschen starben. Das neueste Modell des meistverkauften Verkehrsflugzeuges der Welt darf seither nicht mehr fliegen/Foto: ard.de
Termindruck, Kostendruck, Profitgier, kalkuliertes Risiko, unkoordiniertes Zusammenspiel der Behörden – ein brisanter Mix für eine unglaubliche Geschichte. Whistleblower und pensionierte Ingenieure von Boeing erzählen. Es bleibt nur die Hoffnung, dass dieser ARD-Bericht, ausgestrahlt am 29. Juni 2020, von vielen Menschen gesehen wurde und entsprechend beachtet wird.
Die Aktionäre haben sich bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni 2020 für das Rettungs-Paket und somit auch für die 20-Prozent-Beteiligung des Staates an der Airline entschieden. Um 18.10 Uhr verkündete der Vorstand, dass rund 98 Prozent der abgegeben Stimmen für das Rettungspaket gestimmt haben.
Quo vadis Lufthansa? Entscheidung fällen die Aktionäre am 25. Juni 2020 /Foto: Lufthansa
In der Lufthansa Hauptversammlung sollen die Aktionäre morgen, am 25. Juni 2020, in Frankfurt über die mühsam mit dem Staat ausgehandelte Rettung abstimmen. Es ist das letzte und auch das entscheidende Votum. Stimmen die Aktionäre zu, erhält die Lufthansa das von der Bundesregierung zugesagte Stabilisierungspaket über neun Milliarden Euro und kann damit die Folgen der Coronakrise im Kern unbeschadet überstehen.
Alle Blicke richten sich aber derzeit auf den Selfmade-Milliardär Heinz Hermann Thiele, der als größter Aktionär mit einem Anteil von 15,5 Prozent den Staatseinstieg im Alleingang verhindern könnte. Grund ist die geringe Beteiligung von weniger als 38 Prozent der Stimmrechte an der Hauptversammlung, „Showdown in Frankfurt – Schicksalstag für Lufthansa“ weiterlesen
Nach fast drei Monaten unfreiwilliger Zwangspause hat Austrian Airlines am 15. Juni ihren Linienflugbetrieb wieder aufgenommen. Dutzende Freiwillige des Bodenpersonals bildeten ein Spalier vor Gate F1 am Flughafen Wien.
Die abfliegenden Passagiere – nicht nur die der ersten Austrian-Maschine nach München – wurden mit Klatschen, Jubelrufen und Fähnchen-Schwingen begrüßt. Ein überaus emotionaler Moment. CEO Alexis von Hoensbroech sprach in seiner Begrüßungsrede von einem „sehr emotionalen Tag“ und „Austrian Airlines – emotionaler Neustart“ weiterlesen
British Airlines (BA), Ryanair und Easyjet fürchten den Verlust Tausender Jobs und den Todesstoß für den Tourismus. Wer nach Großbritannien einreist, muss 14 Tage in Quarantäne. Wer gegen die Regel verstößt, dem droht ein Bußgeld von umgerechnet 1125 Euro. Die Airlines haben Klage gegen die britische Regierung eingereicht.
Foto: Ryanair
Die Maßnahme werde „verheerende Auswirkungen auf den britischen Tourismus und die weitere Wirtschaft haben und Tausende Arbeitsplätze vernichten“, hieß es in einer Mitteilung der Airlines. Die britische Regierung hatte vergangenen Monat angeordnet, dass sich Flugpassagiere aus dem Ausland ab dem 8. Juni für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Die Regelung soll mindestens drei Wochen lang gelten und frühestens Ende Juni überprüft werden. Wer gegen die Regel verstößt, dem droht ein Bußgeld von umgerechnet 1125 Euro. „Britische Airlines klagen gegen Regierung wegen Quarantäne“ weiterlesen
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