Bruder des Lufthansa Konzernchefs übernimmt die Ausbildung der Lufthansa Crews

Matthias Spohr, Cpt. A320, ist neuer LAT-Chef/Foto: Lufthansa

Matthias Spohr, der Bruder des Konzern-Chefs Carsten Spohr, wechselt von Eurowings zur Konzerntochter „Lufthansa Aviation Training“ (LAT). Eine der ersten Aufgaben von Spohr soll es sein, die Wogen dort zu glätten. Die Lufthansa Aviation Training GmbH, kurz LAT, bildet aber nicht nur das Cockpit- und Kabinenpersonal für den Konzern selbst aus und weiter.

Die LAT, zu der auch die Flugschulen von Lufthansa gehören, hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil dort 100 Flugschülerinnen und -schüler dagegen klagen, dass sie wegen der Pandemie ihre Ausbildung nicht zu Ende führen können.

Spohr, der Bruder von Konzernchef Carsten Spohr, folgt bei der LAT Stephan Klar, der diesen Job turnusgemäß Ende 2020 des Jahres abgegeben hat. Er wird Lufthansa Aviation Training gemeinsam mit der Finanzchefin Tiziana Heilig führen. Spohr ist Kapitän auf Airbus A320, war  viele Jahre für dieses Flugzeugmuster Trainingskapitän, zunächst bei Condor, später bei der Lufthansa-Tochter Germanwings.

Eine der ersten Aufgaben von Spohr wird es sein, die Wogen bei der LAT zu glätten. Lufthansa will nach dem Ende der Pandemie deutlich kleiner werden und mit weniger Jets neu starten. Deshalb hat das Unternehmen zu viele Piloten an Bord. Neue braucht man vorerst keine. Deshalb hat man den Flugschülerinnen und Flugschülern der Verkehrsfliegerschule in Bremen mitgeteilt, sie mögen sich umorientieren. Alternativ will die Lufthansa die Nachwuchspiloten an die Flugschulen anderer Airlines abgeben. Doch das wollen die Betroffenen nicht. Sie gehen bei ihrer Ausbildung in große finanzielle Vorleistung in der festen Hoffnung, danach bei der Lufthansa einen sicheren Job zu bekommen.

Kaderschmiede der „HANSA“

Spohr betonte bei seinem Amtsantritt die Bedeutung, die die Kaderschmiede der „Hansa“ auch künftig haben werde. „Lufthansa Aviation Training wird auch in dem bevorstehenden Restart der Airlines der Lufthansa Group eine bedeutende Rolle zukommen“, so Spohr. Er wolle dabei mitwirken, nicht nur die Position der Tochter im Konzern weiter zu stärken, sondern auch das externe Geschäft voranzutreiben. Zu den Kunden der LAT gehören auch zahlreiche nationale und internationale Airlines. Auch die Bundeswehr lässt zum Beispiel bisher in Bremen ausbilden.

Quellen: Lufthansa, Handelsblatt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert