Airbus A319 von Brussels Airlines/Foto: Brussels Airlines
Flottenreduzierung um 30 Prozent, Streichung jedes vierten Arbeitsplatzes: Der Abbauplan von Brussels Airlines kam für die belgische Regierung vollkommen überraschend.
Die Grünen und SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wollen mögliche Staatshilfen für die Deutsche Lufthansa AG mit Bedingungen verknüpfen. So soll die Rettung der Lufthansa durch den Staat an strenge Voraussetzungen und an ökologische Vorgaben geknüpft sein.
Die Grünen fordern, bei Hilfsmaßnahmen zur Rettung von Fluggesellschaften und Flughäfen müssten Aktionäre und das Spitzenpersonal die Kappung der Managergehälter und -boni und das Streichen von Dividenden hinnehmen, heißt es in einem vierseitigen Autorenpapier der Grünen-Bundestagsfraktion, das dem Handelsblatt vorliegt. Aktienrückkäufe während der Bezugsdauer von Staatshilfe dürfe es nicht geben.
Im Juni wollen Eurowings, Lufthansa und Swiss ihren Betrieb wieder hochfahren. Dazu holen die drei Fluggesellschaften in der Corona-Krise 80 geparkte Flugzeuge zurück. Man spüre eine große Lust und Sehnsucht der Menschen, wieder zu reisen. „Lufthansa Group holt 80 geparkte Flugzeuge zurück“ weiterlesen
Lufrthansa Airbus A380 D-AIMK, die Mike Kilo, auf dem Weg nach Spanien/Foto: Lufthansa
Das milde und trockene Klima in Teruel in Spanien ist ideal, auch um Flugzeuge zu parken. Das nutzt Lufthansa um einen Teil ihrer Flotte still zu legen. Vier Superjumbos verweilen inzwischen schon dort.
Innerhalb von acht Wochen hat sich alles geändert. Nach dem Ende der Krise wird die Branche eine andere sein. Der Großteil der Airlines rechnet inzwischen nicht damit, dass es vor 2022 zu einer Normalisierung der Nachfrage kommt. Die Luftfahrt erlebt durch den Ausbruch der Covid-19-Pandemie die größte Krise ihrer Geschichte. Inzwischen ist auch klar: Es handelt sich nicht um eine kurze, schwierige Phase, sondern um eine Zäsur.
Es soll eine Einigung auf ein Rettungspaket für die Lufthansa geben. Laut „Spiegel“ will der Staat direkt bei der Fluggesellschaft einsteigen. Dabei hatte Konzernchef Spohr vor zu viel Staatseinfluss gewarnt. Es gibt aber wohl eine Grundsatzeinigung auf ein Rettungspaket für die Lufthansa auf Ministerebene. Laut ARD-Luftfahrtexperte Michael Immel, sollen Eckpunkte festgezurrt worden sein. Offizielle Stellungsnahmen dazu gibt es aber derzeit weder von Lufthansa noch vom Wirtschaftsministerium.
Der angeschlagene Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen/ (Foto: imago images/Aviation-Stock)
Nach dem gescheiterten Verkauf an die polnische Airline LOT benötigt der angeschlagene Ferienflieger Condor neue Hilfe. Die Bundesregierung und das Land Hessern erklären sich zu einem Kreditprogramm bereit und auch die EU-Kommission gibt grünes Licht.
Die Lufthansa ist durch die Corona-Krise schwerst angeschlagen. Bei einem Spitzentreffen in der kommende Woche soll über Staatshilfen für den Konzern beraten werden. Bis zu zehn Milliarden Euro stehen im Raum.
Zu einem milliardenschweren Rettungspaket für die in der Corona-Krise schwerst gebeutelte Lufthansa ist Anfang kommender Woche ein Krisengespräch auf höchster Ebene geplant. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag erfuhr, wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr über Staatshilfen verhandeln. Zuvor hatte „Bild“ berichtet, ein solches Spitzengespräch sei in Kürze geplant.„Lufthansa: Spitzentreffen über Staatshilfe“ weiterlesen
Ferienflieger Condor vor turbulenten Wochen?/Foto: dpa
Es hatte sich bereits angedeutet, dass die Übernahme des Ferienfliegers Condor durch die polnische Lot aufgrund der Corona-Krise scheitern würde. Am Abend des Ostermontag (13.4.) war die Nachricht dann offiziell. Lot teilte mit, dass man sich von den Kaufplänen verabschieden müsse. Die Forderungen nach einer Beteiligung der Bundes an Condor werden lauter. „Condor ist eine wichtige Airline, der Staat muss helfen“ weiterlesen
Für das fliegende Personal in der Lufthansa-Gruppe brechen wegen der Coronakrise schwierige Zeiten an/Quelle: dpa
Lufthansa, Europas größte Fluggesellschaft, hat als erste am 7. April eine umfassende Restrukturierung bekanntgegeben. Über 40 der rund 760 Flugzeuge werden in der Gruppe aus der Flotte genommen, der „Ableger“ Germanwings wird komplett eingestellt. Das bedeute laut Analyst Daniel Röska von Sanford C. Bernstein, London, dass die Sitz-Kapazität 20 Prozent kleiner sein wird. Lufthansa stelle seine führende Position beim Krisenmanagement einmal mehr unter Beweis, lobt der Experte das Management.
Was Investoren und Anleger freut, ist für die rund 140.000 Mitarbeiter des Unternehmens aber eine bittere Nachricht.