Lufthansa: schwierige Verhandlungen mit der Belegschaft

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Laut Lufthansa sind 22 000 Mitarbeiter zu viel an Bord. Entlassungen sollen jedoch weitestgehend vermieden werden, aber die Gespräche – im besonderen mit den Piloten – gestalten sich äußerst kompliziert. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo rät ihren Mitgliedern dem „Tarifvertrag Krise“ zuzustimmen, die Verhandlungen mit ver.di hat Lufthansa am 13. August abgebrochen.

Ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Corona-Krise zu kommen, sei inzwischen nicht mehr realistisch, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der vergangenen Woche, nachdem er einen Milliarden-schweren Verlust für das erste Halbjahr und traurige Aussichten für das zweite angekündigt hatte. Rechnerisch habe das Unternehmen 22 000 Mitarbeiter zu viel an Bord.

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Schicksalspoker unter Zeitdruck

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Bei Lufthansa sind Tausende Stellen in Gefahr. Die Airline erklärte, aufgrund der Corona-Krise würden rechnerisch 22.000 Vollzeitstellen oder 26.000 Arbeitsplätze weniger benötigt. Wenn die Aktionäre am 25. Juni über ein staatliches Rettungspaket abstimmen und bis 2024 auf Dividende verzichten, sollen sie auf der anderen Seite wissen, dass ihre Airline drastisch Personal abbaut. Heftige Kritik kommt inzwischen von der Opposition. Die Grünen etwa fordern ein Nachverhandeln des Rettungspakets.

Die Airline-Gruppe brauche nach der Krise rechnerisch 22.000 Vollzeitstellen oder rund 26.000 Mitarbeiter weniger als heute, erklärte die Lufthansa am Mittwochabend nach einem Tarifgipfel mit den Gewerkschaften UFO, Verdi und Vereinigung Cockpit in Frankfurt. Bisher war offiziell von deutlich mehr als 10.000 Arbeitsplätzen die Rede. Continue reading “Schicksalspoker unter Zeitdruck” »

Bittere Zeiten nicht nur für Lufthanseaten. Germanwings erst der Anfang?

Für das fliegende Personal in der Lufthansa-Gruppe brechen wegen der Coronakrise schwierige Zeiten an. Quelle: dpa
Für das fliegende Personal in der Lufthansa-Gruppe brechen wegen der Coronakrise schwierige Zeiten an/Quelle: dpa

Lufthansa, Europas größte Fluggesellschaft, hat als erste am 7. April eine umfassende Restrukturierung bekanntgegeben. Über 40 der rund 760 Flugzeuge werden in der Gruppe aus der Flotte genommen, der „Ableger“ Germanwings wird komplett eingestellt.  Das bedeute laut Analyst Daniel Röska von Sanford C. Bernstein, London, dass die Sitz-Kapazität 20 Prozent kleiner sein wird. Lufthansa  stelle seine führende Position beim Krisenmanagement einmal mehr unter Beweis, lobt der Experte das Management.

Was Investoren und Anleger freut, ist für die rund 140.000 Mitarbeiter des Unternehmens aber eine bittere Nachricht.

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Condor hofft auf Überbrückungskredit von der Bundesregierung

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Nach der Insolvenz von Thomas Cook fliegt die deutsche Airline-Tochter Condor weiter. Um Engpässe im regulären Flugbetrieb zu verhindern, spricht die beliebte Ferienfluggesellschaft nun mit der Bundesregierung über einen Überbrückungskredit.

Unbestätigten Angaben zufolge soll es um 200 Millionen Euro gehen. Das Geld könne auch helfen, Zeit Continue reading “Condor hofft auf Überbrückungskredit von der Bundesregierung” »

Bundesverfassungsgericht billigt Gesetz zur Tarifeinheit

Das Bundesverfassungsgericht hat am 11. Juli das Tarifeinheitsgesetz weitestgehend gebilligt/Foto: faz.net

Das Bundesverfassungsgericht hat am 11. Juli das Tarifeinheitsgesetz weitestgehend gebilligt. Es fordert aber Nachbesserungen. Mit seiner Entscheidung wies das Gericht gleichzeitig Klagen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ab. 

Die Richter fordern Nachbesserungen für den Schutz von Spartengewerkschaften. Zwei der acht Richter trugen das Urteil nicht mit. Sie halten das Gesetz für verfassungswidrig. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte das Gesetz auf den Weg gebracht. Es soll verhindern, dass sich Gewerkschaften Machtkämpfe

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Lufthansa: Nach Gehaltskompromiss mit den Piloten hängt der Haussegen noch schiefer

Lufthansa Airbus A320-200 Cockpit Photo: Graf F. Luckner / Lufthansa 1990 D 119-16-C 49
Lufthansa Airbus A320-200 Cockpit/Foto: Lufthansa

Bei Lufthansa hängt nach dem Gehaltskompromiss mit den Piloten am 15. Februar der Haussegen noch schiefer. Warum? Weil das Unternehmen wohl noch mehr Jets kostengünstiger fliegen lassen lassen will. Darüber ist die Gewerkschaft sauer.

Nach dem Gehaltskompromiss für die Lufthansa-Piloten sieht die Vereinigung Cockpit (VC) die weiteren Tarifgespräche als schwer belastet an. Grund ist die gleichzeitige Ankündigung des Konzerns vom gleichen Tag, 40 weitere Flugzeuge der Kernmarke Lufthansa nicht mehr mit Piloten zu besetzen, die nach den Regeln des Konzerntarifvertrags bezahlt werden. „Langfristig schrumpft damit die Flotte der Lufthansa Classic“, sagte VC-Sprecher Markus Wahl am 16. Februar.

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Spannender Tag bei Lufthansa

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Foto: Lufthansa

Investoren schauen an diesem Freitag mit Hochspannung auf Lufthansa. Der frühere deutsche Uno-Diplomat Gunter Pleuger wird als Schlichter im Tarifstreit zwischen Management und Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) seinen Kompromissvorschlag präsentieren.

Den müssen zwar dann beide Tarifparteien annehmen, was noch ein paar Tage dauern kann. Continue reading “Spannender Tag bei Lufthansa” »