Umsatzrekordhoch für Lufthansa und Gewinnsteigerung um 31 Prozent

Airbus A380/Foto Lufthansa

Lufthansa hat den Gewinn im dritten Quartal deutlich steigern können. Von Juli bis September schnellte das bereinigte Betriebsergebnis um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,5 Milliarden Euro. Das war das zweitbeste Quartalsergebnis in der Geschichte der Lufthansa Group. Der Umsatz erreichte mit 10,3 Milliarden Euro ein Rekordhoch, das teilte das Unternehmen am 2. November mit. Bei hoher Nachfrage und stabil hohen Ticketpreisen flogen die Passagier-Airlines fast den gesamten Gewinn ein.

Der M-Dax-Konzern erzielte damit das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte nach dem Sommerquartal 2017, als die Air-Berlin-Pleite die Kasse der Lufthansa füllte.

Die Frachtsparte Lufthansa Cargo erreichte gerade so die schwarzen Zahlen, nachdem eine Sonderkonjunktur während der Coronapandemie vergangenes Jahr noch 331 Millionen Euro Betriebsgewinn eingebracht hatte.

Auch wenn die geopolitische Lage herausfordernd bleibt, stimme der Buchungsausblick positiv – nicht nur für ein sehr gutes Konzernergebnis in diesem Jahr, sondern auch darüber hinaus, so Vorstandschef Carsten Spohr.  Grund zur Vorsicht sei jedoch der Anstieg des Ölpreises, der die Treibstoffrechnung in diesem Jahr auf acht Milliarden Euro treibe – 500 Millionen Euro mehr als vor drei Monaten geschätzt.

Bei hoher Nachfrage, größerem Angebot und stabil hohen Ticketpreisen flogen die Passagier-Airlines fast den gesamten Gewinn ein. Dabei hätten alle Airlines der Gruppe – neben Lufthansa und Eurowings in Deutschland gehören dazu Swiss, Austrian und Brussels Airlines – zweistellige Margen geschafft. Sie beförderten von Juli bis September 38 Millionen Passagiere, fünf Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Die Rendite verbesserte sich konzernweit um zweieinhalb Prozentpunkte auf 14,3 Prozent.

Die Lufthansa-Rivalen in Europa waren noch profitabler, ebenfalls mit Rekordgewinnen: Air France-KLM steigerte die Marge auf 15,5 Prozent, der britisch-spanische Konzern IAG verdiente operativ sogar rund 20 Prozent.

Urlauber buchen in den teureren Premiumklassen

Trotz hoher Inflation und trüber Wirtschaftslage lassen sich vor allem die Privatreisenden nicht von gestiegenen Ticketpreisen in ihrer Reiselust abschrecken. Die Durchschnittserlöse, ein Gradmesser für die Preise, waren im dritten Quartal zwei Prozent höher als im Vorjahreszeitraum und lagen 25 Prozent über dem Niveau von 2019, dem Jahr vor der für die Luftfahrt desaströsen Corona-Pandemie. „Die Lufthansa Group erwartet auch in den kommenden Monaten eine starke Nachfrage nach Flugtickets“, erklärte der Luftfahrtkonzern. Häufiger als in der Vergangenheit gönnten sich Urlauber Buchungen in den teureren Premiumklassen. Das Angebot soll im Schlussquartal 91 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen, im Gesamtjahr wie geplant 85 Prozent.

Quellen: Reuters, FAZ.net, Spiegel online, Lufthansa

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