„Phase zwei“ des Billigfluggeschäfts hat begonnen

Ein neuer Lowcost-Preiskampf hat begonnen/Foto: DW

Jede fünfte Strecke, die Low-Cost-Carrier von deutschen Flughäfen aus bedienen, wird inzwischen von mehr als einer Gesellschaft bedient, rechnet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der jüngsten Auflage ihres Billigflug-Monitors, der am 16. Mai erschienen ist, vor. Die „Phase zwei“ des Billigflugschäfts habe begonnen.

Noch vor zwei Jahren traten erst auf jeder zehnten Lowcost Strecke Billigflieger gegeneinander an. Mittlerweile sind beispielsweise zwischen Köln und Berlin oder zwischen Hamburg und spanischen Inseln regelrechte Billigflug-Wettkampfrouten entstanden. Ein einfaches Ticket kostete in der DLR-Stichprobe im Mittel zwischen 44 und 105 Euro, vor einem Jahr waren es 64 bis 107 Euro. Continue reading “„Phase zwei“ des Billigfluggeschäfts hat begonnen” »

EASA untersucht Bedrohung durch Cyber-Attacken auf Verkehrsflugzeuge

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Cyberattacken auf Verkehrsflugzeuge?/Foto: Focus

 

 

 

 

 

Können Flugkontrollsysteme oder Navigationsdaten eines Verkehrsflugzeugs durch Cyber-Attacken manipuliert werden? Diese Bedrohung für die Zivilluftfahrt lässt jetzt die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA konkret untersuchen. Der Auftrag für die „Folgenabschätzung in Bezug auf Cyber-Sicherheitsrisiken“ ging an das italienische Spezialunternehmen Qascom.

Die Behörde räumt in der Ausschreibung ein, dass es bislang keinen einheitlichen Wissensstand über die Auswirkungen von Cyberangriffen auf kommerzielle Verkehrsflugzeuge und für die Sicherheit des Flugbetriebs gibt. Das solle sich künftig ändern. Die EASA will künftig besser informiert sein, welche Techniken und Methoden zur Abwehr von Cyberangriffen einzusetzen und europaweit zu harmonisieren sind. Die europäische Behörde mit Sitz in Köln hat dabei als Zulassungsstelle eine Schlüsselstellung. Sie gibt zivile Flugzeugmodelle für den Einsatz frei und kann vorschreiben, wie der Luftverkehr künftig noch besser gegen Cyberangriffe geschützt werden kann. Continue reading “EASA untersucht Bedrohung durch Cyber-Attacken auf Verkehrsflugzeuge” »

Virtuelle Realität – bald so alltäglich wie googeln?

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Foto: Oliver Berg

Was bringen  VR-Brillen in der Praxis für Hotels, Reedereien und den Vertrieb? Wie geht es mit der Technik weiter? Auf dem Digital Marketing Day am 7. Februar in Düsseldorf wird es um den Erfahrungsaustausch der Praktiker gehen.

Hotels lassen ihre Anlagen, Reedereien ihre Schiffe filmen, im Reisebüro können Expedienten den Kunden ein neues Erlebnis bieten. Fluggesellschaften lassen kurz vor Abflug im Gate-Bereich Gäste aus der Economy-Class mit der VR-Brille das Reiseerlebnis in der Business Class erleben. Ist Virtual Reality wirklich der Heilsbringer? Continue reading “Virtuelle Realität – bald so alltäglich wie googeln?” »

„Umrollung Piste 28“ – Den Flughafen von morgen testen

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Flughafen Zürich/Foto: Flughafen Zürich

Eine neue Wegführung soll häufiges Kreuzen einer Start- und Landebahn am Flughafen Zürich vermeiden. Fluglotsen aus Zürich testen am Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt die geplante ,Umrollung´. Für unterschiedlichste Verkehrs- und Wetterbedingungen wurden Betriebsabläufe durchgespielt und deren Effizienz untersucht.

Der Flughafen Zürich wird von einer aktiven Start- und Landebahn in zwei Bereiche geteilt. Diese zentral gelegene Bahn muss von einem Großteil der ankommenden und abfliegenden Flugzeuge gekreuzt werden. Mit dem Projekt „Umrollung Piste 28“ soll die Anzahl der Kreuzungen deutlich reduziert und die Sicherheit weiter erhöht werden, indem die Flugzeuge einen neuen Rollweg östlich der Start- und Landebahn nutzen.

Doch kann solch ein neuer Weg auch problemlos betrieben werden und wie lassen sich die Betriebsverfahren möglichst optimieren? Um diese Fragen zu untersuchen, hat der Flughafen Zürich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Im Rahmen der Studie konnten Fluglotsen aus Zürich im November und Dezember 2016 den neuen Rollweg virtuell beim DLR testen. Continue reading “„Umrollung Piste 28“ – Den Flughafen von morgen testen” »

Aktiver Schallschutz an Flughäfen ist weltweit ein Thema

ICANA 16. Frankfurt, den 25.11.2016
Nur ein verträgliches, nachbarschaftliches und gesellschaftliches Miteinander von Bevölkerung, Politik und Luftverkehrswirtschaft kann die die Zukunft sein. (v.l.: Klaus Fröse, CEO Lufthansa Hub Frankfurt, Tarek Al-Wazir, Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister, Matthias von Randow, GF BDL, Prof. Johann-Dietrich Wörer, Generaldirektor ESA, Thomas Jühe, Bürgermeister von Raunheim, Bruno Silva, ICAO Montreal und Moderatorin Sylivia Kuck vom Hessischen Rundfunk)/Foto: Gregor Schläger

An die 150 Teilnehmer aus deutschen, europäischen, amerikanischen und australischen Flughafenregionen kamen letzte Woche in Frankfurt zusammen, um sich auf der zweitägigen 4. Internationalen Schallschutzkonferenz über neueste Entwicklungen und Fortschritte im Bereich Fluglärmminderung zu informieren.

Das breitgefächerte Themenspektrum konzentrierte sich auf Forschungsergebnisse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zahlreiche Erfahrungsberichte, unter anderem aus San Francisco, Sydney und London.
Besonderes Augenmerk galt den Vorträgen über moderne Navigationsverfahren. Diese bilden in Zukunft – neben dem Wechsel zu sparsameren und leiseren Flugzeugen bei den Airlines – den zweiten Schwerpunkt für aktive Schallschutzmaßnahmen.

Hoch interessant: das Ergebnis der ,LNAS (Low Noise Augmentation System)-Versuche´, vorgestellt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): Ein Piloten-Assistenzsystem zeigt exakt zu welchem Zeitpunkt Continue reading “Aktiver Schallschutz an Flughäfen ist weltweit ein Thema” »

Die Gratwanderung zwischen Ökonomie und anderweitiger Verantwortung in der Luftfahrt

zwei-piloten-im-cockpitWie die Luftfahrt-Ökonomie sinnvoll weiterentwickelt werden kann, war das Thema des des diesjährigen Symposiums des interdisziplären Forschungs-netzwerks FHP der TU-Darmstadt vom 19. bis 21. September. Wie sieht sie aus, die Gratwanderung zwischen Wirtschaftlichkeit und anderweitiger Verantwortung, welche Ausbildungskonzepte für Piloten sind hierbei sinnvoll und ökonomisch umsetzbar? Das waren nur einige der Fragen, die in Rüdesheim im Rheingau behandelt werden sollten.

Die Arbeit im Cockpit der Verkehrsflugzeuge hat in den vergangenen Jahren infolge neuer Technologien und zunehmender Automatisierung gravierende Änderungen erfahren. Motorische Regeltätigkeiten sind rückläufig. Aus dem ,Systembediener´ wurde ein ,Systemüberwacher und –manager´. Digitale Bildschirmcockpits in Verbin- dung mit Fly-by-Wire-Systemen, die im Normalbetrieb sehr komfortabel sind, gene- rieren im Störfall eine hohe Informationsdichte, durch die die Beherrschbarkeit des Systems gefährdet werden kann. Zunehmende Komplexität im Cockpit, Continue reading “Die Gratwanderung zwischen Ökonomie und anderweitiger Verantwortung in der Luftfahrt” »

General Electric Aviation: Investieren, lange bevor die Anwendung klar ist

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Foto: General Electric Aviation

David Joyce, der Chef des Flugzeugtriebwerkbauers General Electric Aviation, kann zuversichtlich in die Zukunft blicken. Startet doch alle zwei Sekunden irgendwo in der Welt ein Flugzeug dank GE-Technologie. 62 000 Triebwerke sind weltweit in Betrieb, zu militärischen und zivilen Zwecken.

Und es sollen, laut Ingenieur David Joyce (59), der seit Mitte 2008 Präsident und CEO der Luftfahrtsparte des US-Konzerns General Electric ist und auf eine 36-jährige Karriere im Unternehmen zurückblickt, noch viel mehr werden. GE Aviation ist gegenwärtig die umsatz- und gewinnstärkste Sparte des Konzerns.

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