Aktiver Schallschutz an Flughäfen ist weltweit ein Thema

ICANA 16. Frankfurt, den 25.11.2016
Nur ein verträgliches, nachbarschaftliches und gesellschaftliches Miteinander von Bevölkerung, Politik und Luftverkehrswirtschaft kann die die Zukunft sein. (v.l.: Klaus Fröse, CEO Lufthansa Hub Frankfurt, Tarek Al-Wazir, Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister, Matthias von Randow, GF BDL, Prof. Johann-Dietrich Wörer, Generaldirektor ESA, Thomas Jühe, Bürgermeister von Raunheim, Bruno Silva, ICAO Montreal und Moderatorin Sylivia Kuck vom Hessischen Rundfunk)/Foto: Gregor Schläger

An die 150 Teilnehmer aus deutschen, europäischen, amerikanischen und australischen Flughafenregionen kamen letzte Woche in Frankfurt zusammen, um sich auf der zweitägigen 4. Internationalen Schallschutzkonferenz über neueste Entwicklungen und Fortschritte im Bereich Fluglärmminderung zu informieren.

Das breitgefächerte Themenspektrum konzentrierte sich auf Forschungsergebnisse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zahlreiche Erfahrungsberichte, unter anderem aus San Francisco, Sydney und London.
Besonderes Augenmerk galt den Vorträgen über moderne Navigationsverfahren. Diese bilden in Zukunft – neben dem Wechsel zu sparsameren und leiseren Flugzeugen bei den Airlines – den zweiten Schwerpunkt für aktive Schallschutzmaßnahmen.

Hoch interessant: das Ergebnis der ,LNAS (Low Noise Augmentation System)-Versuche´, vorgestellt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): Ein Piloten-Assistenzsystem zeigt exakt zu welchem Zeitpunkt Continue reading “Aktiver Schallschutz an Flughäfen ist weltweit ein Thema” »

Die Gratwanderung zwischen Ökonomie und anderweitiger Verantwortung in der Luftfahrt

zwei-piloten-im-cockpitWie die Luftfahrt-Ökonomie sinnvoll weiterentwickelt werden kann, war das Thema des des diesjährigen Symposiums des interdisziplären Forschungs-netzwerks FHP der TU-Darmstadt vom 19. bis 21. September. Wie sieht sie aus, die Gratwanderung zwischen Wirtschaftlichkeit und anderweitiger Verantwortung, welche Ausbildungskonzepte für Piloten sind hierbei sinnvoll und ökonomisch umsetzbar? Das waren nur einige der Fragen, die in Rüdesheim im Rheingau behandelt werden sollten.

Die Arbeit im Cockpit der Verkehrsflugzeuge hat in den vergangenen Jahren infolge neuer Technologien und zunehmender Automatisierung gravierende Änderungen erfahren. Motorische Regeltätigkeiten sind rückläufig. Aus dem ,Systembediener´ wurde ein ,Systemüberwacher und –manager´. Digitale Bildschirmcockpits in Verbin- dung mit Fly-by-Wire-Systemen, die im Normalbetrieb sehr komfortabel sind, gene- rieren im Störfall eine hohe Informationsdichte, durch die die Beherrschbarkeit des Systems gefährdet werden kann. Zunehmende Komplexität im Cockpit, Continue reading “Die Gratwanderung zwischen Ökonomie und anderweitiger Verantwortung in der Luftfahrt” »

General Electric Aviation: Investieren, lange bevor die Anwendung klar ist

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Foto: General Electric Aviation

David Joyce, der Chef des Flugzeugtriebwerkbauers General Electric Aviation, kann zuversichtlich in die Zukunft blicken. Startet doch alle zwei Sekunden irgendwo in der Welt ein Flugzeug dank GE-Technologie. 62 000 Triebwerke sind weltweit in Betrieb, zu militärischen und zivilen Zwecken.

Und es sollen, laut Ingenieur David Joyce (59), der seit Mitte 2008 Präsident und CEO der Luftfahrtsparte des US-Konzerns General Electric ist und auf eine 36-jährige Karriere im Unternehmen zurückblickt, noch viel mehr werden. GE Aviation ist gegenwärtig die umsatz- und gewinnstärkste Sparte des Konzerns.

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Siemens und Airbus kooperieren beim ,elektrischen Fliegen´

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Die Zukunft? Die Extra 330L mit Siemens-Elektromotor/Foto: Siemens

Werden elektrisch angetriebene Flugzeuge schon bald zum Alltag gehören? Die Entwicklung in diesem Bereich ist schon weit fortgeschritten. Nun geben sogar große, finanzkräftige Technologiekonzerne dabei den Ton an.

Als der Schweizer Bertrand Piccard im März 2015 mit der „Solar Impulse 2“ zur ersten Weltumrundung aufbrach, wollte er zeigen, dass der Rekordflug mit dem Solarflugzeug die Entwicklung von umweltschonenden Motorflugzeugen vorantrei- ben wird und zeigen, dass es auch ohne Brennstoff geht. „Eine tolle Idee“, urteilte Andreas Strohmayer vom Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart noch im März 2015. Auch sein Institut hat Solarflugzeuge entwickelt. Der erste Prototyp „Ikare“ wurde schon 1996 getestet. „Doch das ist nichts, was man auf größere Flugzeuge übertragen könnte“, so Strohmayer. „500 Meter Spannbreite müsste ein Solarflugzeug haben, damit es Nutzlasten transportieren kann“, sagt Robert Sausen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. „Selbst wenn man einen Wir- kungsgrad von 100 Prozent bei den Solarzellen hätte, ginge es nicht.“ Solarflug-zeuge, sagt Strohmayer, „werden die Zukunft nicht verändern“.

Oder doch? Siemens-Forscher haben Anfang Juli ein Flugzeug mit selbst entwickel tem Elektromotor abheben lassen, das Continue reading “Siemens und Airbus kooperieren beim ,elektrischen Fliegen´” »

Neue Innenstadtflughäfen, neue Flugzeuge – Bauhaus Luftfahrt zeigt die Zukunft

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Cent Air Station/Foto: Bauhaus Luftfahrt

Nach Messeauftritten in 2012 mit „Ce-Liner“ und 2014 mit „Propulsive Fuselage“,  will Bauhaus Luftfahrt auch auf der ILA Berlin Air Show 2016 vom 1. bis 4. Juni bei Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit sorgen.

In Zusammenarbeit mit zwölf Studenten der Glasgow School of Art haben 25 Wissenschaftler von Bauhaus Luftfahrt ein aufeinander abgestimmtes Flughafen- und Flugzeugkonzept entwickelt: „CentAirStation“ und „CityBird“.

Ihre Mission: Neue Innenstadtflughäfen und neue Flugzeuge, die regional zwischen diesen neuen Innenstadtflughäfen und konventionellen Flughäfen operieren, sollen einen wichtigen Continue reading “Neue Innenstadtflughäfen, neue Flugzeuge – Bauhaus Luftfahrt zeigt die Zukunft” »

Mitflugzentrale und Kabinensteuerung per Smartphone

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Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt – Die Mitflugzentrale wingly ist einer der Preisträger/Foto: wingly

Am 31. Mai wurde erstmalig der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt (IDL) verliehen. Eine Experten-Jury unter Vorsitz von DLR-Vorstand Prof. Rolf Henke, wählte die Preisträger in den Kategorien ,Start-up´, ,Industrie 4.0´, ,Customer Journey´ und ,Emissionsreduktion´ aus zahlreichen Einsendungen aus.

Die Gewinner Wingly/BELARIC aus Berlin, Kategorie Start-up, Airbus Operation aus Hamburg, Kategorie Industrie 4.0, eWings.com GmbH aus Berlin, Kategorie Customer Journey und Deutsche Lufthansa AG, Kategorie Emissionsreduktion überzeugten mit Konzepten die nicht nur innovativ und nützlich,  sondern auch schnell umzusetzen sind. Die IDL-Preisverleihung fand in Berlin am Bauprojekt ,BER´ statt, darunter viele hochkarätige Vertreter aus Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft.

Luftverkehrsunternehmen müssten heute mit Innovationen auf die rasanten Veränderungen ausgelöst durch die digitale Ära reagieren, “, so Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des BDL. Moderne Buchungsportale, Apps, die Continue reading “Mitflugzentrale und Kabinensteuerung per Smartphone” »

Treiber von Innovationen in der Luftfahrt

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ZAL Hamburg/Image: ZAL

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), die Technische Universität Hamburg-Harburg und die Helmut Schmidt Universität (ehemals Universität der Bundeswehr), sind mit ihren Forschungsschwerpunkten Treiber von Innovationen in der Luftfahrt.

Geht es um Forschung für sparsamere Flugzeuge, weniger Lärm oder besseren Komfort: Die Hamburger Hochschulen sind Partner im neuen Zentrum für Ange- wandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg-Finkenwerder, das Anfang März eröffnet wurde. Die HAW Hamburg beteiligt sich mit wesentlichen Forschungs-projekten daran. Bahnbrechende Technologien wie der 3-D-Druck, Projekte zur Reduzierung von Treibstoff und Lautstärke und beispielsweise die Gestaltung von Kabinen für Menschen mit besonderen Anforderungen werden von den Hochschulen vorangetrieben.

Das ZAL – Hamburgs Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung – ist das technologische Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk der zivilen Luftfahrtindustrie der Metropolregion Hamburg. Es bildet die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der Stadt Hamburg mit dem Ziel, den weltweit drittgrößten Standort der zivilen Luftfahrt in Hamburg zu sichern und kontinuierlich auszubauen. In Abstimmung mit dem Luftfahrtcluster Hamburg Aviation bündelt das ZAL die Technologiekompetenz der Hansestadt in einer zentralen Einrichtung, dem ZAL TechCenter und schafft so Synergieeffekte.

http://wissenschaft.hamburg.de/wissenschaft-erleben/themenspecial-luftfahrt/