Neuordnung der Luftfahrt in Deutschland

ABD0060_20160929 - Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin und eines der Lufthansa stehen am 29.09.2016 auf dem Flughafen in DŸsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Die angeschlagene Fluggesellschaft will bis zu 1200 Mitarbeiter entlassen und einen Teil ihrer Flotte an die Lufthansa abgeben. Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Lufthansa will Vormachtstellung in Deutschland festigen. /Foto: apa/dpa/Bernd Thissen

Der Austausch von Air Berlin-Chef Stefan Pichler ist die zweite radikale Personalie im Zusammenhang mit der Lufthansa innerhalb weniger Wochen: Erst Anfang Dezember hatte Lufthansa-Chef Spohr die Verpflichtung von Thorsten Dirks für die Spitze der Tochter Eurowings bekannt gegeben. Dirks führt bislang den Deutschlandableger des Telefonunternehmens Telefonica (O2).

Spohr hatte wiederholt angedeutet, dass er sich nicht nur für die jetzt gemieteten Flugzeuge interessiert, sondern auch für die Fernflotte und den innerdeutschen Dienst von Air Berlin. Damit könnte er die Vormachtstellung der Lufthansa in Deutschland trotz der Attacken von Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet festigen.

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Quellen: Manager Magazin, Spiegel

Lufthansa und Etihad machen gemeinsame Sache

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Etihad-Chef James Hogan/Foto: business insider

Die Fluggesellschaften Lufthansa, Air Berlin und Etihad machen mit ihrer Zusammenarbeit Ernst. Ab 2017 sollen 38 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin samt Besatzung für die Lufthansa-Töchter Eurowings und Austrian Airlines abheben.

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Lufthansa Group-Chef Carsten Spohr/Foto: Oliver Rösler

Zudem wollen Lufthansa und Air Berlins arabische Großaktionärin Etihad eigene Flüge unter der Flugnummer ihrer Partnerin vermarkten, wie sie am 16. Dezember mitteilten.

 
An die österreichische Lufthansa Tochter Austrian Airlines gehen bei diesem Deal fünf Flugzeuge, die ab März 2017 in Betrieb genommen werden. Sie sollen außen “rot-weiß-rot” gestaltet werden, ob dies auch innen – für die von Air Berlin gestellte Mannschaft und das Interieur – gelten wird, sei noch nicht geklärt. Das Mieten der Flieger mit Mannschaft werde aber günstiger sein als die Flugzeuge zur Gänze selber zu betreiben, heißt es bei der AUA. Die Gesamtflotte der AUA beträgt 80 Flugzeuge.
Eurowings übernimmt 33 Air Berlin-Flugzeuge

Die 33 anderen Flugzeuge, die Lufthansa übernimmt, gehen an die Tochter Eurowings. Der Vertrag gilt laut Lufthansa sechs Jahre, teilte das Unternehmen am 16. Dezember mit. Eurowings soll dadurch schneller wachsen. Die Kartellbehörden müssen dem Vorhaben aber noch zustimmen. Für die ums Überleben

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Lufthansa gliedert Brussels Airlines in Tochter Eurowings ein

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Brussels Airlines Airbus A319/Foto: Brussels Airlines

Die Lufthansa gliedert die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines nach der Komplettübernahme in ihre Tochter Eurowings ein. Der Vorstand der Lufthansa habe der Ausübung der Kaufrechte für die noch ausstehenden 55 Prozent der Aktien zugestimmt, teilte Lufthansa mit.

Damit könne die Übernahme von Brussels Airlines wie geplant bis Anfang 2017 abgeschlossen werden. Lufthansa zahlt für das Aktienpaket an der Brussels-Muttergesellschaft SN Airholding 2,6 Millionen Euro. Nach der Übernahme solle Brussels unter dem Dach von Eurowings 23 Ziele auf der Langstrecke und ihre 79 Destinationen in Europa weiter bedienen. Die Marke Brussels Airlines bleibe erhalten. Continue reading “Lufthansa gliedert Brussels Airlines in Tochter Eurowings ein” »

Digitalexperte wird Eurowings-Chef

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Thorsten Dirks/Foto: blog.telefonica.de

Lufthansa setzt bei der Besetzung von Vorstandsposten in der Regel auf Eigengewächse. Am 7. Dezember teilte das Unternehmen nach der Aufsichtsratsitzung mit, dass der „ausgewiesene Digitalexperte“ Mobilfunk-Manager und Telefónica Deutschland-Chef Thorsten Dirks neuer Eurowings-Chef werden soll.

Dirks übernimmt mit Eurowings eines der anspruchsvollsten Projekte im Konzern.  Der Chef von Telefónica Deutschland werde den Vorstandsposten im Mai von Karl Ulrich Garnadt übernehmen, hieß es. Dirks erhält einen Vertrag über drei Jahre und wird neben Eurowings auch für die Service-Gesellschaften des Konzerns, also etwa das Fracht- und das Technikgeschäft, zuständig sein. Er soll seine neue Aufgabe in Köln, dem Sitz der Unternehmenszentrale der Eurowings, wahrnehmen. Continue reading “Digitalexperte wird Eurowings-Chef” »

Kampf um die Kunden auch zur Weihnachtszeit

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Eines der Emirates Weihnachtsmenüs/Foto: Emirates

Basler Leckerli, Weihnachtskuchen und Christstollen sollen in den Emirates-Lounges am Dubai International Airport für Weihnachtsstimmung sorgen. Erstmalig bietet Emirates in diesem Jahr auch Weihnachtsmenüs in allen Klassen auf den Strecken von Dubai nach Europa, Australien und in die USA an. Der Kampf um die Kunden geht weiter.

In der Economy Class gibt es gerollten Putenbraten mit Preiselbeersoße, Kartoffelpüree, Geflügelwurst und saisonalem Gemüse. Als Nachtisch Schokoladenpudding mit Lebkuchen-Vanillesoße. In der First Class und Business Class werden Continue reading “Kampf um die Kunden auch zur Weihnachtszeit” »

Eindrücke vom ,Aviation Symposium 2016´ in Frankfurt

2. Aviation Symposium. Frankfurt, den 24.11.2016
Harry Hohmeister, Vorstandsmitglied Lufthansa Konzern/Foto: Gregor Schläger

24. November, The Westin Grand Frankfurt. Macher und Entscheider der Reiseindustrie diskutierten mit Experten zu aktuellen Themen der Luftverkehrswirtschaft, unter anderem: „Wer gewinnt, wer verliert im Luftverkehr“? Veranstaltet wurde das Symposium vom Travel Industry Club.

Geheimnisvoll gab sich Lufthansa-Konzernvorstandsmitglied Harry Hohmeister mit seiner Aussage „Expect the unexpected“. Auch seine Feststellung „Lufthansa hat vieles überlebt“ passte zum Tag. War doch vor wenigen Minuten bekannt geworden, dass die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) den aktuellen Streik der Lufthansa-Piloten auch auf Samstag ausweiten wird. Aber das war nicht Gegenstand seines Vortrags. Was er derzeit beobachte, sei Continue reading “Eindrücke vom ,Aviation Symposium 2016´ in Frankfurt” »

Ryanair-Flotte soll von 350 auf 585 Flugzeuge wachsen

ryanair-aircraft-9Bis 2024 will der europäische Billigflug-Marktführer die Passagierzahl im Jahr auf 200 Millionen nahezu verdoppeln. Dazu soll die Flotte von 350 auf 585 Flugzeuge wachsen, etwa indem zur Ausmusterung vorgesehene Maschinen weiterfliegen, teilte Ryanair mit. Die Geschäfte bei den Iren florieren: Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres (bis Ende März) vermeldete Ryanair ein Gewinnplus von sieben Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Ryanair sorgte vergangene Woche mit der Ankündigung für Schlagzeilen, ab März vom Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt zu fliegen. Konzernchef Michael O’Leary zufolge sei dies erst der Auftakt, um nach Kleinflughäfen auch an den Knotenpunkten präsent zu sein. Zum Jahreswechsel werde die Airline erstmals mehr Groß- als Regionalflughäfen ansteuern – eine schlechte Nachricht für abgelegene Airports wie Hahn im Hunsrück oder Weeze bei Düsseldorf, die von Ryanair abhängig sind.

Quellen: The Wall Street Journal Europe, Hamburger Abendblatt

Asiatische Lowcoster sind im Anflug auf Europa

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Lion Air, Air Asia X und Scoot heißen die neuen Herausforderer aus Asien /Foto: Wikipedia

Für Rusdi Kirana, den CEO der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air mit Sitz in Jakarta, sind Australien und Europa die neuen Ziele. Noch in diesem Jahr wolle man die australische Stadt Brisbane anfliegen, nächstes Jahr dann Sydney, danach  gehe es nach Europa, so Kirana in einem Interview des Handelsblatts.

2018 sollen die ersten Maschinen seiner Vollservice-Linie Batik Air in London oder Amsterdam landen. Kirana ist mit seinen ambitiösen Plänen nicht allein. Auch Tony Fernandes, Gründer und CEO der Billigairline Air Asia X in Kuala Lumpur, hat jüngst über Twitter und Facebook mitgeteilt, dass eine Verbindung nach London für das Jahr 2018 „definitiv auf dem Zettel“ stehe. Über Istanbul

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Die To-do-Liste für den neuen Air France-KLM-Chef ist lang

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Foto: Air France-KLM

Unbefriedigend empfindet Jean-Marc Janaillac die Entwicklung der von ihm seit drei Monaten geführten Air-France-KLM-Gruppe. Zumindest hinsichtlich des Passagieraufkommens: Im September dieses Jahres legte der Konzern bei den Passagierzahlen um 2,8 Prozent zu – Konkurrent Lufthansa schaffte hingegen im selben Zeitraum ein Plus von 5,2 Prozent.

(FILES) This file photo taken on June 04, 2015 shows French transport group Transdev CEO, Jean-Marc Janaillac, posing in Issy-les-Moulineaux, outside Paris, on June 4, 2015. Jean-Marc Janaillac was chosen on May 1, 2016 by the Air France-KLM board of directors to succeed Alexander Juniac at the head of the group. / AFP PHOTO / Eric PIERMONT
Jean-Marc Janaillac/Foto: Eric Piermont

„Wir wachsen zwar, aber der Markt wächst noch stärker“, konstatierte er in einem Gespräch mit dem Touristik-Magazin fvw. In einer Fixkostenbranche wie seiner könne man am Wachstum nur dann teilhaben, wenn man die Produktivität verbessere.

Wie er es schaffen will, verrät Janaillac allerdings nicht. Erst im November sollen die Details einer neuen Strategie bekannt gegeben werden, das Projekt heißt „Trust Together“. Nur auf eine Sache legt der Franzose wert: auf das Gerücht, einen Langstrecken-Low-Coster zu starten. Das könne er nicht bestätigen. Das habe ein französischer Journalist in die Welt gesetzt, der ihn falsch verstanden habe. Konkret habe er lediglich gesagt, dass Continue reading “Die To-do-Liste für den neuen Air France-KLM-Chef ist lang” »

Austrian Airlines plant Großes

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Austrian Airlines B777/Foto: Austrian Airlines

Acht zusätzliche Flugzeuge, darunter eine Boeing 777, sollen Austrian Airlines im Lufthansa Mutter Konzern, der Lufthansa Group, „eine entscheidendere Rolle“ sichern. Unter dem Titel „Next Level Austrian“ stellte der AUA-Vorstand am 29. September seine neue Wachstumstrategie vor.

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Ein herzliches Willkommen erfuhr Austrian-Chef Kay Kratky bei seiner Willkommens-Party 2015 in Wien. Hier umgeben von Flugbegleiterinnen in historischen und aktuellen AUA Uniformen/Foto: Oliver Rösler

Er freue sich,  dass dem ersten Paket der „Next Level Austrian Strategie“ und damit auch dem nächsten Entwicklungsschritt der Austrian Airlines aus Frankfurt grünes Licht erteilt wurde, sagte Austrian-Chef Kay Kratky in Wien. Der Abschluss des erweiterten Kollektivvertrags und die positiven Signale Richtung Standort aus der Politik sorgten dabei für ein gutes Investitionsklima.
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