Gleich zwei Luftfahrtgipfel, einer in Hamburg und einer in Wien, sollen Lösungen finden

Die Lufthansa fordert in dem Schreiben, am Drehkreuz Frankfurt solle eine „Absenkung um zwei auf 102“ Flugbewegungen je Stunde erfolgen. Quelle: Reuters

Lufthansa/Foto Reuters

Das sommerliche Chaos in Europas Luftfahrt hinterlässt Spuren. Gleich zwei Luftfahrtgipfel in Wien und Hamburg suchen nach Lösungen. Lufthansa hält die Pünktlichkeitssituation für „nicht mehr tragbar“ und fordert die Bundesregierung auf, Starts und Landungen weiter zu reduzieren.

Die Lufthansa verschärft die Konfrontation mit den deutschen Flughäfen. Das Unternehmen hat die Bundesregierung in einem dringenden Appell aufgefordert, die Zahl der Starts und Landungen an den vier verkehrsreichsten Flughäfen Frankfurt, München, Berlin-Tegel und Düsseldorf zu reduzieren. Am Drehkreuz Frankfurt

solle eine „Absenkung um zwei auf 102“ Flugbewegungen je Stunde erfolgen. In München sollen mit maximal 88 Starts oder Landungen pro Stunde zwei Bewegungen pro Stunde weniger erlaubt sein als bisher. Für Düsseldorf und Berlin-Tegel forderte die Lufthansa zwar „keine Absenkung je Stunde“, aber dafür die Einführung eines Tageseckwerts von 690 beziehungsweise 590 Starts und Landungen pro Tag. Frankfurt und München ihre Bewegungen pro Tag auf maximal 1560 beziehungsweise 1260 Flugbewegungen deckeln.

Situation nicht mehr tragbar

Laut Europas größter Airline sei dies eine Maßnahme „aus der Not heraus“, da „die aktuelle Pünktlichkeitssituation für alle Beteiligten „nicht mehr tragbar“ sei, die Belastungen für Passagiere und Mitarbeiter seien derzeit enorm. Nicht mehr nur zu Spitzenzeiten zeigten sich die Engpässe am Boden mit langen Schlangen an Sicherheits- und Passkontrollen,  es in dem Schreiben laut „Wirtschaftswoche“.

Europas Luftfahrt stößt an die Grenzen ihrer Kapazität. Im Juni gab es einen Rekord von 36 825 Flugbewegungen an einem Tag. Die Schaffung höherer Kapazitäten etwa durch Einsatz digitaler Technologie ist aber eine der Herausforderungen mit der sich der  „European Aviation Summit“ in Wien befasst. Mehr als 200 Gäste aus dem In- und Ausland nehmen an der Tagung teil, darunter EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, mehrere EU-Minister und -sowie hochrangige Vertreter von Airlines, Flughäfen und Interessensverbänden. Europa wolle verstärkt in „grüne Luftfahrt“ investieren und nach Alternativen zum Flugzeugtreibstoff forschen, unterstrich Bulc, die eine st rkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene fordert. Der Luftfahrtgipel solle aufzeigen wie weit die Ziele der Luftfahrtstrategie von 2015 umgesetzt wurden und wo es noch Handlungsbedarf gibt.

Verschärfung des weiteren Chaos vorprogrammiert

Laut einer Studie von Eurocontrol nimmt die Zahl der Flugpassagiere bis 2040 um 53 Prozent zu, während die Kapazität der europäischen Flughäfen bis dahin nur 16 Prozent wachsen kann. Damit ist die weitere Verschärfung des Chaos in der Luft vorprogrammiert. Zugleich fehlt es vielen nationalen Flugsicherungen an Geld und Personal, um die dichteren Verkehrsströme am Himmel über Europa zügig abwickeln zu können. Engpässe gibt es auch bei den Sicherheitskontrollen an den Flughäfen. 

Ähnliche Ziele hat auch der deutsche Luftfahrtgipfel in Hamburg!

 http://visionsblog.info/2018/09/07/luftfahrtgipfel-hamburg-anfang-oktober-wird-tacheles-geredet/

Die Frage, die sich hier stellt ist, warum es zwei Gipfel sein müssen, einer in Hamburg und einer in Wien!  jwm

Quellen: Wirtschaftswoche Online, Salzburger Nachrichten, Visionsblog.info

Beschlüsse des Luftfahrtgipfels in Hamburg:

http://www.airliners.de/das-reaktionen-beschluesse-gipfels/47134?utm_campaign=readmore&utm_medium=articlebox&utm_source=air

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