Wirbelschleppen – die unsichtbare Gefahr

Wirbelschleppen 4

Von Hans-Ulrich Ohl

In aller Regel kann man sie weder sehen, noch riechen und schon gar nicht anfassen und doch weiß jeder Pilot um ihre Existenz. Was man ebenfalls nicht verlässlich einschätzen kann ist das Zeitfenster, in dem sie gefährlich existent sind. So können sie besonders kleineren Flugzeugen während der Start- oder Landephase an Verkehrsflughäfen zu einer kaum noch kalkulierbaren Gefahr werden.

Gemeint sind die von Großflugzeugen generierten Wirbelschleppen, auch Wirbelzöpfe, Wake Turbulente oder Wingtip Vortices genannt. Sie entstehen auf grund von Continue reading “Wirbelschleppen – die unsichtbare Gefahr” »

Die Zukunft der Umwelt

Green Cities
Green Cities

 „An Green Economy geht kein Weg vorbei. Der Megatrend Neo-Ökologie wird die Märkte, die Unternehmen sowie deren Prozesse und Produkte radikal verändern.“. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie des Zukunfts-instituts ,Die Zukunft der Umwelt – Auf dem Weg zur Green Economy´.

Infolge von Globalisierung, Klimawandel, Rohstoffknappheit sowie eines stärkeren Umwelt- und Verantwortungsbewusstseins der Konsumenten werde Continue reading “Die Zukunft der Umwelt” »

EU beugt sich bei CO2-Abgabe internationalem Druck

Emissionshandel ICAO-KonferenzZum Abschluss einer Tagung der internationalen Luftverkehrsorgani-sation ICAO, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen mit 191 Mit- gliedstaaten, im kanadischen Montreal, haben diese  letzten  Freitag beschlossen, bis zum Jahr 2016 ein internationales System zu Klimaabgaben im Luftverkehr auszuarbeiten, das 2010 in Kraft treten soll. .
Fluggesellschaften müssen dann Lizenzen für den Ausstoß des Treibhausgases Continue reading “EU beugt sich bei CO2-Abgabe internationalem Druck” »

Weltluftverkehr macht Schritt in Richtung globaler Klimaabgabe

urteil-emissionshandelDie Internationale Luftverkehrsorgani-sation ICAO hat einen ersten Schritt hin zu einer globalen Klimaabgabe für Fluggesellschaften gemacht. Ein ICAO-Gremium einigte sich auf den Entwurf eines Dokuments, das die ICAO-Vollversammlung Anfang Oktober in Montreal beschließen soll. Dies  bestätigte die EU-Kommission letzte Woche in Brüssel. Bis 2016 sollen Gespräche über Grundlagen eines marktbasierten Systems abgeschlossen sein, das ab 2020 gelten soll. Continue reading “Weltluftverkehr macht Schritt in Richtung globaler Klimaabgabe” »

Ländermehrheit für mehr Fluglärmschutz?

FluglärmMehrere Bundesländer wollen stärker gegen Fluglärm vorgehen. Rheinland-Pfalz geht dabei von einer Mehrheit im Bundesrat aus, wenn es mehr Lärmschutz im Tagesgeschäft fordert.

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium ist zuversichtlich, im Bundesrat eine Mehrheit für mehr Schutz vor Fluglärm zu erreichen. Continue reading “Ländermehrheit für mehr Fluglärmschutz?” »

„Wir haben es noch in der Hand“

LatifLogistikbranche und Wissenschaft diskutierten kürzlich in Frankfurt über Heraus-forderungen für eine umweltfreundliche Luftfracht. Namhafte Referenten, darunter Klimaforscher Mojib Latif, stellten in ihren Vorträgen aktuelle Trends und Zukunftsszenarien vor.

Echsenfuß-Dinosaurier, Raubtierfuß-Dinosaurier, Schild- und Vogelfuß-Dinosaurier schauen herablassend auf die Teilnehmer der ,Cargo Climate Care Conference‘ im Senckenberg-Naturmuseum in Frankfurt. Lufthansa Cargo hatte nicht ohne Hinter-gedanken hierher eingeladen. Continue reading “„Wir haben es noch in der Hand“” »

EU-ETS vor Teilaussetzung

Die EU steuert auf ein teilweises Aussetzen des Emissionshandels in der Luftfahrt zu – und will damit eine globale Lösung für den Klimaschutz im Flugverkehr vorbereiten. Der Umweltausschuss im Europaparlament stimmte in Brüssel für den Plan, Interkontinentalflüge für ein Jahr von der Abgabe zu befreien.

Der CDU-Abgeordnete Peter Liese erhielt das Mandat, mit den Mitgliedstaaten zu verhandeln. Für innereuropäische Flüge ist keinerlei Aussetzung im Gespräch – hier müssen die Airlines ab April zahlen.

Eigentlich müssten am 30. April alle in der EU operierenden Airlines für das Jahr 2012 die Rechnung im Rahmen des Emissionshandels begleichen. Sie müssten dann für jede Tonne Kohlendioxid, die ihre Maschinen ausgestoßen haben, Emissionszertifikate vorweisen. International haben sich aber eine Vielzahl von Staaten im Namen ihrer Fluggesellschaften heftig gegen die EU-Abgabe gewehrt, darunter die USA, Russland, China und Indien.

Die EU-Kommission schlug deshalb im November vor, noch ein Jahr zu warten. So wollte sie ein gutes Klima für Verhandlungen auf internationaler Ebene schaffen. Ziel ist ein weltweites Luftfahrt-Abkommen, das an die Stelle des EU-Systems tritt. Gelegenheit dazu bietet die Konferenz der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO im Herbst.

Auf ICAO-Ebene ist nach Lieses Angaben eine Übereinkunft denkbar. Dieses würde aber sicher nicht sofort umgesetzt. Für die Übergangszeit hält Liese für möglich, nur für die aus der EU abgehenden Flüge die Klimaabgabe zu erheben und die ankommenden zu befreien. Dies gälte also für die Zeit nach der jetzt geplanten einjährigen Aussetzung.

Das Emissionshandelssystem der EU wurde 2003 eingerichtet und startete 2005 zunächst nur für Industrieunternehmen. Seit 2012 fallen auch Fluggesellschaften unter die Regelungen. Die Einbeziehung der Luftfahrt in den Emissionshandel brachte die EU in Konflikt vielen Ländern, die bestreiten, dass die EU auch ausländische Airlines zum Mitmachen zwingen kann, darunter die USA und China.

Quelle: AFP

Lufthansa Airbus A320 mit Sharklets

Vorbild für die Sharklets ist die Natur

Lufthansa-Piloten holten am 1. März  bei Airbus in Hamburg Finkenwerder den ersten Airbus A320 ab, der mit zwei Meter vierzig hohen Flügelspitzen-Verlängerungen, so genannten Sharklets ausgestattet ist. Diese sollen je nach Streckenlänge Treibstoff-Einsparungen von rund ein bis vier Prozent und einen entsprechend verringerten CO2-Ausstoß bringen. Außerdem können derart ausgestattete Flugzeuge steiler steigen, was sich beim Abflug positiv auf die Verringerung der Lärmemission auswirkt.
Vorbild für die Sharklets ist die die Natur: Große Vögel wie Kranich oder Kondor knicken ihre äußeren Federn nach oben und fliegen so deutlich energieeffizienter. Die Sharklets reduzieren den auftriebsabhängigen Widerstand und verbessern die Aerodynamik an den Tragflächenspitzen. Airbus rechnet aufgrund der so erzielten Kerosinersparnis mit einer Reduzierung der CO2-Emission von rund 1 000 Tonnen pro Flugzeug und Jahr, was dem CO2-Ausstoß von rund 200 durchschnittlich genutzten Personenkraftwagen entspricht.
Die 22 fabrikneuen A320, die bis Anfang 2015 zur Lufthansa stoßen und ältere Flugzeuge ersetzen sollen, werden alle mit dieser Neuerung ausgestattet sein. Da sich die Treibstoffersparnis vor allem im Reiseflug einstellt, wird die Verkehrsleitung der Lufthansa die mit Sharklets ausgestatteten A320 vor allem auf längeren Europa-Routen einsetzen.
Bis 2025 hat der Konzern 239 Flugzeuge der neuesten Generation auf der Bestellliste. Das Volumen dieses Flottenerneuerungsprogramms beläuft sich auf rund 23 Milliarden Euro zu Listenpreisen.

Am 15. März erwartet auch die Lufthansa Group Airline  Swiss ihren ersten A320 mit Sharklets in Zürich.

Quelle: Lufthansa/Foto: Lufthansa

ETS: Globale Lösung in Sicht?

Im internationalen Streit um den EU-Emissionshandel  für den Flugverkehr erscheint  ein  teilweises Aussetzen, allerdings nur für Interkontflüge, immer wahrscheinlicher.

Im Streit der EU mit Ländern wie den USA und China um den Emissionshandel in der Luftfahrt wird ein teilweises Aussetzen  immer wahrscheinlicher. Der federführende Abgeordnete des Europäischen Parlaments, der Deutsche Peter Liese (CDU), sprach sich am 9. Januar in Brüssel für den Vorschlag der EU-Kommission vom November aus, mit dem die EU auf den starken internationalen Druck reagieren und zunächst auf die Erhebung der Abgaben für Interkontinentalflüge verzichten will. Liese als Berichterstatter erwartet, dass das Parlament dem mehrheitlich zustimmen wird.
Grund für die angepeilte Kehrtwende auf Zeit sind Entwicklungen auf internationaler Ebene. Liese zufolge ist denkbar, dass die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) noch in diesem Jahr eine weltweite Regelung für das Problem auf den Weg bringt. Diese Regelung könnte an die Stelle des umstrittenen europäischen Systems treten. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die EU-Regelung für ein Jahr auszusetzen, um so ein gutes Klima für die internationalen Verhandlungen zu schaffen.
Für innereuropäische Verbindungen gelten die Regeln des EU-Emissionshandels aber weiter. Dies sei inkonsequent und unfair, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch im November. Damit stünden europäische Airlines im Wettbewerb schlechter da als ihre internationalen Konkurrenten, die überwiegend außerhalb von Europa fliegen und nicht mehr für ihre Emissionen zahlen müssen.
Bis spätestens April müssen Europaparlament und EU-Regierungen die Aussetzung beschließen. Anderenfalls würden die Airlines dann zur Kasse gebeten: Sie müssten Zertifikate für jede Tonne des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 vorweisen, das sie im Jahr 2012 auf Strecken mit Start- oder Landeort in der EU ausgestoßen haben.
Das im Jahr 2003 eingerichtete Emissionshandelssystem der EU startete 2005 zunächst nur für Industrieunternehmen. Seit 2012 fallen auch Fluggesellschaften unter die Regelungen. Die Einbeziehung der Luftfahrt in den Emissionshandel brachte die EU in Konflikt mit einer ganzen Reihe Länder. Viele Staaten bestreiten, dass die EU auch ausländische Airlines zum Mitmachen zwingen kann, darunter USA und China.

Quelle: AFP

Signalwirkung für die Branche?

Flufthafen München. Foto: Dr. Wener Hennies

Die Flughafen München GmbH (FMG) ist als erster deutscher Airport-Betreiber dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) beigetreten.

Foto: Flughafen München, Dr. Werner Hennies

Der DNK wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung ins Leben gerufen, der seit dem Jahr 2001 die Bundesregierung berät. Ihm gehören 15 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Institutionen im Bereich des Naturschutzes an. Durch den Kodex werden Nachhaltigkeitsleistungen deutscher Unternehmen mit Hilfe einer Datenbank transparent und vergleichbar gemacht.

Bisher haben sich insgesamt 36 börsennotierte, unter anderem  Allianz, BMW, BASF, Puma, Siemens oder VW, und mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen dem Kodex verpflichtet und sich dazu bekannt, innerhalb ihrer unternehmerischen Verantwortung Nachhaltigkeitsziele zu berücksichtigen. Der Nachhaltigkeitskodex basiert im Wesentlichen auf den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI), https://www.globalreporting.org/languages/german/Pages/default.aspx, die die Leitlinien zur Berichterstattung über Nachhaltigkeitsthemen in Unternehmen vorgibt. Der Flughafen München hat mit seinen Nachhaltigkeitsberichten in den vergangenen Jahren mehrfach die höchste Wertungskategorie „Level A+“, die vom GRI vergeben wird, erreicht.

Für Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh ist der Beitritt eine logische Konsequenz der strategischen Ausrichtung als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen. Dass sich jetzt auch ein Flughafen zu diesem Kodex bekenne, habe eine Signalwirkung für die gesamte Branche.