Fluglärmkritiker Kaufmann demnächst im Fraport Aufsichtsrat

Frank Kaufmann,  Bündnis 90/Die Grünen
Frank Kaufmann, Bündnis 90/Die Grünen

Einer der schärfsten Kritiker des Flughafenausbaus in Frankfurt, der Grünen-Land- tagsabgeordnete Frank Kaufmann, zieht für das Land Hessen in den Fraport-Auf- sichtsrat ein. Das schwarz-grüne Kabinett hat Kaufmann am 4. April für die Hauptversammlung des Flughafenbetreibers am 30. Mai nominiert.

Der ehemalige Landes-Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) muss im Gegenzug das Aufsichtsgremium verlassen. Der Wechsel war Continue reading “Fluglärmkritiker Kaufmann demnächst im Fraport Aufsichtsrat” »

Dreyer und Bouffier: „Wir wollen, dass es leiser wird“

Die Ministerpräsidenten sind sich einig, sie wollen, dass es leiser wird. Malu Dreyer und Volker Bouffier
Die Ministerpräsidenten sind sich einig, sie wollen, dass es leiser wird. Malu Dreyer und Volker Bouffier

Hessen und Rheinland-Pfalz wollen eine engere Kooperation der Flughäfen Frankfurt und Hahn prüfen. Die Geschäftsfüh-rungen der beiden Airports wurden gebeten, sich zusam-menzusetzen, sagten die Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) und Malu Dreyer (SPD) in Wiesbaden.

Es gehe dabei nicht um einen Wiedereinstieg von Fraport bei dem schwächelnden Hunsrück-Flughafen Hahn, stellte der hessische Regierungschef klar. Hahn brauche ein neues Geschäftsmodell ohne Continue reading “Dreyer und Bouffier: „Wir wollen, dass es leiser wird“” »

Al-Wazir will weniger Fluglärm am Frankfurter Flughafen

Tarek Al-Wazir, hessischer Wirtschafts- und Verkehrsminister
Tarek Al-Wazir, hessischer Wirtschafts- und Verkehrsminister

Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir setzt beim Bemühen um weniger Lärm am Frankfurter Flughafen auf eigene Vorschläge. „Wir müssen selbst Vorstellungen entwickeln“, sagte der Grünen-Politiker. Es habe keinen Sinn,  die  ,Allianz für Lärmschutz´ erneut zusammen-zurufen.

Das Bündnis mit der Luftfahrtbranche hatte CDU-Regierungschef Volker Bouffier vor zwei Jahren auf den Weg gebracht, als er mit der FDP regierte. Er werde in den kommenden Wochen viel mit den Fluggesell-schaften, mit Fraport, der Flugsicherung, der Fluglärmkommission kommunizieren und mit den Bürgerinitiativen reden müssen, sagte Al-Wazir Continue reading “Al-Wazir will weniger Fluglärm am Frankfurter Flughafen” »

Wirbelschleppen – die unsichtbare Gefahr

Wirbelschleppen 4

Von Hans-Ulrich Ohl

In aller Regel kann man sie weder sehen, noch riechen und schon gar nicht anfassen und doch weiß jeder Pilot um ihre Existenz. Was man ebenfalls nicht verlässlich einschätzen kann ist das Zeitfenster, in dem sie gefährlich existent sind. So können sie besonders kleineren Flugzeugen während der Start- oder Landephase an Verkehrsflughäfen zu einer kaum noch kalkulierbaren Gefahr werden.

Gemeint sind die von Großflugzeugen generierten Wirbelschleppen, auch Wirbelzöpfe, Wake Turbulente oder Wingtip Vortices genannt. Sie entstehen auf grund von Continue reading “Wirbelschleppen – die unsichtbare Gefahr” »

Die Zukunft der Umwelt

Green Cities
Green Cities

 „An Green Economy geht kein Weg vorbei. Der Megatrend Neo-Ökologie wird die Märkte, die Unternehmen sowie deren Prozesse und Produkte radikal verändern.“. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie des Zukunfts-instituts ,Die Zukunft der Umwelt – Auf dem Weg zur Green Economy´.

Infolge von Globalisierung, Klimawandel, Rohstoffknappheit sowie eines stärkeren Umwelt- und Verantwortungsbewusstseins der Konsumenten werde Continue reading “Die Zukunft der Umwelt” »

EU beugt sich bei CO2-Abgabe internationalem Druck

Emissionshandel ICAO-KonferenzZum Abschluss einer Tagung der internationalen Luftverkehrsorgani-sation ICAO, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen mit 191 Mit- gliedstaaten, im kanadischen Montreal, haben diese  letzten  Freitag beschlossen, bis zum Jahr 2016 ein internationales System zu Klimaabgaben im Luftverkehr auszuarbeiten, das 2010 in Kraft treten soll. .
Fluggesellschaften müssen dann Lizenzen für den Ausstoß des Treibhausgases Continue reading “EU beugt sich bei CO2-Abgabe internationalem Druck” »

Weltluftverkehr macht Schritt in Richtung globaler Klimaabgabe

urteil-emissionshandelDie Internationale Luftverkehrsorgani-sation ICAO hat einen ersten Schritt hin zu einer globalen Klimaabgabe für Fluggesellschaften gemacht. Ein ICAO-Gremium einigte sich auf den Entwurf eines Dokuments, das die ICAO-Vollversammlung Anfang Oktober in Montreal beschließen soll. Dies  bestätigte die EU-Kommission letzte Woche in Brüssel. Bis 2016 sollen Gespräche über Grundlagen eines marktbasierten Systems abgeschlossen sein, das ab 2020 gelten soll. Continue reading “Weltluftverkehr macht Schritt in Richtung globaler Klimaabgabe” »

Ländermehrheit für mehr Fluglärmschutz?

FluglärmMehrere Bundesländer wollen stärker gegen Fluglärm vorgehen. Rheinland-Pfalz geht dabei von einer Mehrheit im Bundesrat aus, wenn es mehr Lärmschutz im Tagesgeschäft fordert.

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium ist zuversichtlich, im Bundesrat eine Mehrheit für mehr Schutz vor Fluglärm zu erreichen. Continue reading “Ländermehrheit für mehr Fluglärmschutz?” »

„Wir haben es noch in der Hand“

LatifLogistikbranche und Wissenschaft diskutierten kürzlich in Frankfurt über Heraus-forderungen für eine umweltfreundliche Luftfracht. Namhafte Referenten, darunter Klimaforscher Mojib Latif, stellten in ihren Vorträgen aktuelle Trends und Zukunftsszenarien vor.

Echsenfuß-Dinosaurier, Raubtierfuß-Dinosaurier, Schild- und Vogelfuß-Dinosaurier schauen herablassend auf die Teilnehmer der ,Cargo Climate Care Conference‘ im Senckenberg-Naturmuseum in Frankfurt. Lufthansa Cargo hatte nicht ohne Hinter-gedanken hierher eingeladen. Continue reading “„Wir haben es noch in der Hand“” »

EU-ETS vor Teilaussetzung

Die EU steuert auf ein teilweises Aussetzen des Emissionshandels in der Luftfahrt zu – und will damit eine globale Lösung für den Klimaschutz im Flugverkehr vorbereiten. Der Umweltausschuss im Europaparlament stimmte in Brüssel für den Plan, Interkontinentalflüge für ein Jahr von der Abgabe zu befreien.

Der CDU-Abgeordnete Peter Liese erhielt das Mandat, mit den Mitgliedstaaten zu verhandeln. Für innereuropäische Flüge ist keinerlei Aussetzung im Gespräch – hier müssen die Airlines ab April zahlen.

Eigentlich müssten am 30. April alle in der EU operierenden Airlines für das Jahr 2012 die Rechnung im Rahmen des Emissionshandels begleichen. Sie müssten dann für jede Tonne Kohlendioxid, die ihre Maschinen ausgestoßen haben, Emissionszertifikate vorweisen. International haben sich aber eine Vielzahl von Staaten im Namen ihrer Fluggesellschaften heftig gegen die EU-Abgabe gewehrt, darunter die USA, Russland, China und Indien.

Die EU-Kommission schlug deshalb im November vor, noch ein Jahr zu warten. So wollte sie ein gutes Klima für Verhandlungen auf internationaler Ebene schaffen. Ziel ist ein weltweites Luftfahrt-Abkommen, das an die Stelle des EU-Systems tritt. Gelegenheit dazu bietet die Konferenz der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO im Herbst.

Auf ICAO-Ebene ist nach Lieses Angaben eine Übereinkunft denkbar. Dieses würde aber sicher nicht sofort umgesetzt. Für die Übergangszeit hält Liese für möglich, nur für die aus der EU abgehenden Flüge die Klimaabgabe zu erheben und die ankommenden zu befreien. Dies gälte also für die Zeit nach der jetzt geplanten einjährigen Aussetzung.

Das Emissionshandelssystem der EU wurde 2003 eingerichtet und startete 2005 zunächst nur für Industrieunternehmen. Seit 2012 fallen auch Fluggesellschaften unter die Regelungen. Die Einbeziehung der Luftfahrt in den Emissionshandel brachte die EU in Konflikt vielen Ländern, die bestreiten, dass die EU auch ausländische Airlines zum Mitmachen zwingen kann, darunter die USA und China.

Quelle: AFP