Perkussion, Gitarre, Klavier, Violine, Violoncello und Sopran beim Klassik-Marathon

Schloss Johannisberg/Foto :jwm

Auch in diesem Jahr gab das Rheingau Musik Festival jungen Nachwuchstalenten eine Bühne, um sich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Gleich zu Beginn des „Klassik Marathon“ begeisterten zwei 15-jährige Jungs, Phillipp Schupelius am Violoncello, begleitet von Arsen Daliabaltayan am Klavier, das Publikum im ausverkauften Fürst-von-Metternich-Saal im Schloss Johannisberg.

Mit Franz Schuberts „Arpeggione-Sonate“ und Nicolo Paganini´s „Moses von Ägypten“ ernteten sie frenetischen Applaus und Bravorufe für ihre Virtuosität. Mit „Etudes, Band II“, der  sogenannten „Teufelstreppe“, die absolute Fingerakrobatik erfordert – einer anschließenden meditativen Pause – und dem „Prelude, choral et Fugue“ von Cesar Frank zog der 22 Jahre alte Albert Cano Schmit das Publikum in den Bann.

Überrascht mit ihrer vollen und kräftigen Stimme hatte die junge Sopranistin Samantha Gaul, weil sie sehr zart und bescheiden wirkte, als sie die Bühne betrat. Sie überzeugte aber sehr schnell vom Gegenteil als sie loslegte mit „Deux Melodies hebraiques“ von Marice Ravel, dem „Lied der Delphine“ von Schubert und den „drei Liedern der Ophelia von Richard Strauss.

Auch das Trio Pirveli, Elene Meipariani (Violine),Svenja Schmidt-Rüdt (Violoncello) und Josefa Schmidt (Klavier), Stipendiat der Jeunesse Musicales Deutschland und Inhaber zahlreicher Förderpreise, überzeugte mit Bedrich Smetanas „Trio für Violine, Violoncello und Klavier“.

Als Höhepunkt des Abends kann man jedoch den Auftritt der jungen Perkussion-Artistin Vivi Vassileva, begleitet vom Gittaristen Lucas Campara Diniz bezeichnen. Geboten wurden „Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ von Astor Piazolla, „Bate Coxa“ von Marco Pereira, „Hora staccato“ von Grigorias Dinicu und das von Vivi Vassileva selbstkomponierte Stüc „Kalino Mome“. Vivi Vassileva ist eine der derzeit führenden Schlagzeugsolistinnen.

https://www.br-klassik.de/video/vivi-vassileva-u21-vernetzt-100.html

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