Schwere Vorwürfe gegen TUIfly

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TUIfly Boeing 737-200/Foto: TUIfly

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lehnt den Verkauf, die Eingliederung des Ferienfliegers TUIfly in ein Holdingmodell unter Führung der Golfairline Etihad sowie Einschnitte zulasten der Beschäftigten in diesem Zusammenhang ab. Das Vorgehen des TUI-Managements sei fragwürdig, riskant und vollkommen intransparent.

Das sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle am 4. Oktober: „Mit den Geheimverhandlungen zum Verkauf der TUIfly ins Ausland führt die TUI AG nicht nur frühere Sparpakete und Personalabbaurunden ad absurdum, sondern verunsichert Beschäftigte und Kunden gleichermaßen.“ Zuvor war bekannt geworden, dass TUIfly dem Vernehmen nach in ein Holdingmodell unter Führung des Air Berlin-Anteileigners Etihad eingebracht werden soll, an dem die TUI AG – direkt oder indirekt – weniger als 25 Prozent der Anteile halten soll. Dabei könnte TUIfly in die österreichische Airline Niki eingegliedert werden. Angesichts der mehr als 20 Prozent niedrigeren Löhne bei Niki drohe nun die Gefahr von Lohndumping bei TUIfly, sagte Behle weiter.

Zukunft von Technik und Verwaltung offen

Die Belegschaft sei zutiefst verunsichert. Es habe im Vorfeld keine Einbindung von Betriebsräten, Personalvertretungen oder Gewerkschaft gegeben. Völlig offen sei zudem die Zukunft der Verwaltung und der Technik in Deutschland. Hier verlange man Antworten. Bei einem Lohnkostenanteil von nur etwa 16 Prozent bei TUIfly könnten von der Belegschaft keine weiteren Einschnitte verlangt werden: „Die Beschäftigten haben genug Opfer gebracht. Jede Maßnahme in diese Richtung lehnen wir ab“, stellte Behle klar.

TUIfly bedient von Deutschland und der Schweiz aus Flüge zu touristischen Zielen in Europa, Nordafrika, Westafrika, Kapverdische Inseln,  die europäischen Atlantikinseln Madeira und die Kanarischen Inseln sowie Türkei an.

Seit dem Winterflugplan 2013/14 stieg TUIfly wieder ins Langstreckengeschäft ein. Ab Hamburg werden die Ziele Punta Cana und Cancún sowie Barbados und La Romana angeflogen.

TUIfly

Quellen: ver.di, Wikipedia, TUIfly

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