Lufthansa unterbreitet Piloten neues Angebot – VC lehnt ab

Lufthansa Airbus A320-200 Cockpit Photo: Graf F. Luckner / Lufthansa 1990 D 119-16-C 49
Lufthansa Airbus A320-Cockpit/Foto: Lufthansa

Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und den Piloten hat das Unternehmen ein neues Angebot vorgelegt. Dabei geht es nicht nur um mehr Geld für die Cockpitcrews, auch der Einstellungsstopp wäre beendet.

Im neuen Angebot will Lufthansa sich verpflichten, bis ins Jahr 2021 rund 330 Passagierflugzeuge ausschließlich mit Piloten zu bereedern, die nach Konzerntarifvertrag (KTV) bezahlt werden.

Damit könnten bis zu 1000 Nachwuchsflugzeug-führer (NFFs) eingestellt und 600 neue Stellen für Kapitänsanwärter geschaffen werden, erklärte das Unternehmen in Frankfurt. Derzeit herrscht Einstellungsstopp. Auch Gehaltssteigerungen wurden angeboten. Die Piloten sollen dabei flachere Gehaltstreppen und eine auf Festbeiträge umgestellte Altersversor- gung akzeptieren. Die Vorruhestandsregelung würde hingegen weitgehend der heutigen entsprechen, erklärte Lufthansa. Eine Regelung für die schlechter bezahlten Piloten der Lufthansatochter Eurowings enthält das Angebot aber nicht. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte diese Kollegen auch unter das Dach des Konzerntarifvertrags holen wollen.

Eine Reaktion der VC auf das neue Lufthansa-Angebot lag zunächst nicht vor. Die Gewerkschaft hatte erst vor wenigen Tagen Sondierungsgespräche mit der Lufthansa beendet.

23. September: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat das am 21. September veröffentlichte Tarifangebot der Lufthansa für ihre Piloten abgelehnt. Damit hält der schwelende Tarifkonflikt an. Ob es erneut zu Streiks kommt, steht noch nicht fest.

Quelle: dpa, Handelsblatt

 

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