Kein Pokémon Go im Kontrollbereich von Flughäfen

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Foto: Gründerszene.de

Die deutsche Bundespolizei und Flug- hafenbetreiber haben zur Zurückhal- tung bei Pokémon Go-Spielen an Flughäfen aufgerufen. „Sogenannte Pokémon-Stopps hinter der Sicher- heitskontrolle sollten durch den Betrei-ber gelöscht werden, um Unfälle zu vermeiden“, erklärten die Beamten und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen in Berlin und Potsdam.

Spieler warnten sie vor unbefugtem Betreten von Sicherheitsbereichen. Pokemon Go animiert die Spieler, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und monsterähnliche Pokemon-Figuren „einzufangen“, die per Zufallsprinzip an realen Orten „platziert“ werden.

Pokémon Go ist ein Spiel für Smartphones und Tabletcomputer. Im Spiel können die Spieler virtuelle Fantasiewesen (Pokémons) fangen, trainieren, entwickeln und in virtuelle Kämpfe gegen andere Pokémon schicken. Das Spiel wurde vom .US-ameri-kanischen Softwareunternehmen Niantic für die Betriebssysteme iOS und Android entwickelt. Es nutzt eine Spielumgebung auf dem Prinzip der erweiterten Realität (Augmented Reality). Das Spiel ermittelt

durch das GPS Global Positioning System und die Mobilfunkortung den Standort des Spielers und positioniert ihn virtuell auf einer Landkarte, die auf dem Kartenmaterial von Google Maps basiert.

Das Spiel wird im Empfangsbereich des GPS-Signals, also meist im Freien, gespielt und nutzt Sehenswürdigkeiten und auffällige Objekte zur Gestaltung einer virtuellen Spielwelt. Das kostenfreie Spiel finanziert sich über In-App-Käufe. Sogenannte Poké Münzen sind die Währung, die gegen Gegenstände eingetauscht werden können.[

Die Spielmechanik – wie wird es eigentlich gespielt?

Nach der Registrierung erstellt der Spieler aus unterschiedlichen Stilen einen sogenannten ,Avatar´, eine  künstliche Person oder ein grafischer Stellvertreter einer echten Person, und weist diesem Geschlecht, Haut-, Haar- und Augenfarbe sowie Bekleidung zu. Der Avatar ist auf der virtuellen Landkarte des Spiels stets abhängig vom realen Standort des Spielers platziert. Um den Avatar in der Spielwelt zu bewe- gen, muss der Spieler die entsprechende Bewegung in der realen Welt ausführen. Die Grafik bildet die nähere Umgebung des Spielers inklusive Pokéstops, Orte, an denen Spieler Spielgegenstände wie Eier, Pokébälle und Heiltränke erhalten. (Weltweit gab es im Juli 2016 fünf Millionen Pokéstops) und Arenen, Sonderziele, die als Austragungsort für Pokémon-Kämpfe dienen.

Die Pokémon werden vom Spielserver per Zufallsprinzip in die virtuelle Landkarte des Spiels generiert. Spielen mehrere Spieler am selben Ort, so können alle unabhängig voneinander die dortigen Pokémon anzeigen und auch fangen. Ein Pokémon kann also von mehreren Spielern gleichzeitig oder nacheinander gefangen werden, jedoch kann jeder Spieler für sich ein Pokémon nur einmal fangen.

Im Gegensatz zu anderen Spielen der 1996 veröffentlichten Pokémon-Reihe müssen „wilde“ Pokémon nicht im Kampf geschwächt werden, um sie einzufangen, sondern mit virtuellen Bällen (Pokébällen) durch Wischen auf dem Touchscreen  abgeworfen werden. Das Einfangen wilder Pokémon wird mit den Bonbons und Sternenstaub belohnt, die für das Hochleveln der Pokémon erforderlich sind. Für im Spiel ausgeführte Aktionen erhält der Spieler zusätzlich Erfahrungspunkte (EP), durch die dessen Avatar im Rang aufsteigt und zusätzliche Funktionen freigeschaltet werden. Ab Level 5 kann der Spieler an Kämpfen teilnehmen und einem der drei Teams „Intuition“ (gelb), „Wagemut“ (rot) und „Weisheit“ (blau) beitreten, die als übergreifende Fraktionen in der Spielwelt auftreten.

Für Kämpfe sind die Wettkampfpunkte (WP) und Kraftpunkte (KP) entscheidend. Die Wettkampfpunkte stehen für die individuelle Stärke eines Pokémon. Je höher, desto stärker das Pokémon. Die Kraftpunkte stehen für die Energie des Pokémon. Sinken diese im Kampf auf null, ist das Pokémon kampfunfähig. Durch einen Beleber oder einen Trank können die KP wieder aufgefrischt werden.

Ein Pokéstop in Bern

Die verschiedenen Pokémon leben abhängig von ihrem bevorzugten Lebensraum in unterschiedlichen Regionen der Welt. So halten sich Wasserpokémon in der Nähe von Gewässern auf. Pokéstops und Arenen befinden sich nach Aussage von John Hanke, Chef von Niantic, überall auf der Welt, auch an abgelegensten Orten wie dem Nordpol oder der Antartis.

Wer hat Pokémon erfunden?

Die Idee für das Spiel ersannen Satoru von Nintendo und Tsunekazu Ishihara von der Pokémon Company im Jahr 2013 als Aprilscherz für Google mit der Bezeichnung Pokémon Challenge, mit Tatsuo Nomura von Google Maps, (nun leitender Projektmanager bei Niantic) als Mittelpunkt des Projekts. Im September 2015 widmete Ishihara seine Rede zur Ankündigung des Spiels dem zwei Monate zuvor verstorbenen Iwata. Das Softwareteam von Niantic Labs hatte zuvor das Augmented-Reality-Spiel Ingress entwickelt, das ebenfalls Methoden des Geocaching nutzt. Auch die Arenen und Pokéstops in Pokémon Go basieren dabei auf den Portalen, die für Ingress verwendet wurden.

Im März 2016 gab Niantic bekannt, dass im selben Monat ein auf Japan beschränk- ter Betatest starten werde, in dem Spieler vor der finalen Veröffentlichung noch bei der Fehlersuche helfen könnten. Der Betatest wurde später auf weitere Länder ausgeweitet, unter anderem auf Neuseeland und Australien. Am 6. Juli 2016 wurde das Spiel über den Google Play Store und im App Store in den Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland veröffentlicht. Der internationale Start wurde aufgrund von Serverüberlastungen aufgeteilt und das Spiel erscheint nun nach und nach in den einzelnen Ländern.

http://www.gruenderszene.de/allgemein/pokemon-go-hype-app

Dass das Spiel nicht ohne ist, zeigen diese Beiträge:

 
Quellen: Die Welt, Wikipedia, Nintendo

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