Lufthansa auf Shoppingtour?

Condor 767-330-ER
Condor 767-330-ER/Foto: Condor

Schielt Lufthansa auf Condor, denkt sogar an eine Übernahme? Das gute Image hat Condor immer behalten. Auch unter Thomas Cook haftete Condor  stets der gute Ruf ehemaliger ,Lufthansa Ferienflieger´ an. Eurowings, der neue Lowcoster der Lufthansa ist so konzipiert, dass noch weitere Fluglinien dazukommen können. Ist Lufthansa auf Shopping-Tour? 

Strebt Lufhansa nun – wie Unternehmensinsider von ,n-tv.de´  zitiert werden, eine Partnerschaft oder Übernahme der deutschen Ferienfluglinie Condor an?  Verhand-lungen mit dem britischen Reisekonzern Thomas Cook, zu dem Condor derzeit gehört, liefen seit Monaten, hätten Unternehmens-Insider gesagt.

Im Kern gehe es darum, dass Lufthansa mit der 46 Flugzeuge großen Condor-Flotte ihre eigene Lowcost-Airline Eurowings möglichst schnell ausbauen will, hieß es. Im Ergebnis könnten die Verhandlungen zu einer Marketing-Kooperation führen, bei der die Lufthansa Flugkapazitäten von Condor einkaufe. Möglich sei am Ende aber auch eine Kapitalbeteiligung oder eine komplette Übernahme der 4 000 Mitarbeiter starken Airline.

Bei einem Kauf wolle Lufthansa offenbar kaum Geld auf den Tisch legen. „Aufgrund der 800 Millionen Euro Schulden von Condor, die die Lufthansa voraussichtlich übernehmen müsste, wird es bei einer Übernahme nur einen symbolischen Preis geben“, wird ein Unternehmens-Insider zitiert. Zudem müsse Condor bald seine Boeing-Langstreckenflotte erneuern.

Die Verhandlungen, die schon mindestens seit Januar laufen würden, könnten, so wird spekuliert, auch noch scheitern. Ein erster Anlauf sei im vergangenen Sommer wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen abgesagt worden. Lufthansa, Condor und Thomas Cook hätten sich dazu nicht äußern wollen.

Mit der in Frankfurt ansässigen Condor fliegen im Jahr gut sieben Millionen Passagiere. Im jüngsten Geschäftsjahr summierte sich der operative Gewinn auf 56 Millionen Pfund (71 Millionen Euro).

Weitere Einkäufe in Skandinavien und Belgien?

Condor sei aber nicht  die einzige Fluglinie, die Lufthansa derzeit im Visier habe. Um Eurowings voranzubringen, würde der Konzern auch mit den Eignern der skandina-vischen SAS, verhandeln. Das hätten zwei mit den Planungen der Lufthansa vertraute Personen vor einer Woche gesagt. Zudem werde über den Kauf eines Aktienpakets von 55 Prozent an Brussels Airlines mit den Besitzern gesprochen. 45 Prozent an der belgischen Gesellschaft hält die Lufthansa bereits.

Eurowings, der neue Lowcoster der Lufthansa sei so konzipiert, dass noch weitere Fluglinien dazukommen können. Die Eurowings-Flotte solle auf 220 bis 230 Flugzeuge wachsen von derzeit knapp 90, damit die Gesellschaft mit den Marktführern Ryanair und Easyjet mithalten könne, hatte einer der Quellen gesagt. jwm

Quelle: n-tv.de

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