Fahnenflucht – IAG verlässt europäischen Airlineverband AEA

DD9812A6-CBB0-4B28-DB158D1E4DEF53E6Die IAG-Holding, die British Airways sowie die spanischen Partner Iberia und Vueling führt, erklärte am 17. April ihren Austritt aus dem Verband der europäi- schen Airlines, AEA (Association of European Airlines). Der British-Airways-Mutterkonzern IAG plädiert für Kooperationen mit den schnell wachsenden Fluggesellschaften vom Golf und will deren Zugang zum heimischen Luftverkehr auf keinen Fall beschränken.
Das steht im Kontrast zur Haltung von Lufthansa und Air France-KLM. In einem Brandbrief an die EU-Kommission hatten die Vorstandschefs beider Unternehmen eindringlich vor den Folgen des ,staatlich geförderten Wettbewerbs vom Persischen Golf´gewarnt. Weil Lufthansa und Air France-KLM ruinöse Preiskämpfe im Langstreckengeschäft fürchten, machen sich deren Lobbyisten in Brüssel dafür stark, die Start- und Landerechte auf den europäischen Flughäfen für Emirates & Co zu begrenzen.
Der Dissens zwischen IAG mit Lufthansa und Air France-KLM führte jetzt zum Eklat im Branchenverband AEA. Treibende Kraft für die Abspaltung von der AEA ist Willie Walsh, der IAG seit 2011 führt und vor wenigen Wochen eine strategische Allianz mit Qatar Airways eingefädelt hat.

IAG-Chef Willie Walsh
IAG-Chef Willie Walsh

Danach sind British Airways und Iberia mit der Fluggesellschaft von Doha nicht nur über die Airline Allianz ,Oneworld` miteinander verbunden. Qatar Airways erwarb zudem eine Beteiligung von 10 Prozent an der IAG-Holding.
Der neue Großaktionär aus dem Golf wird mit dem Partner aus London sein Langstreckenangebot enger abstimmen und auch bevorzugten Zugang auf dessen Heimatbasis London-Heathrow erhalten. „Wir glauben an die Liberalisierung unserer Branchen und deren Wachstumschancen“, kommentierte IAG-Chef Walsh den Verbandsaustritt.

Quellen: reuters, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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