,Sportifity´ oder die Zukunft des Sports

Zukunft des SportsStatt allseits beklagtem zunehmenden Bewegungsmangel  war unsere Gesell-schaft noch nie so an Sport und Bewegung interessiert wie heute, das ergibt eine neue Studie des Zukunftsinstituts. Untersucht wurde, welchen Stellenwert Sport und Bewegung in unserer Gesellschaft künftig haben werden.

Sport wird in Zukunft anders verstanden, so die Ergebnisse der Studie. Rekorde, Wettkampforientierung und Leistung würden n zunehmend vom Wunsch abgelöst, ein neues Lebensgefühl in den Alltag zu integrieren. Für die Sportgesellschaft des 21. Jahrhunderts gehe es darum, den Menschen in ihren speziellen Lebenssituationen und in ihren individuellen Bedürfnissen Zugang zu unterschiedlichsten Facetten des ,Sportuniversums´ zu verschaffen.
In der Studie Sportivity wird eines klar: nämlich, an welchen Stellen unsere Gesellschaft mit Bewegungsmangel kämpft. Daten, Statistiken, Interviews und Expertengespräche belegten, dass es vor allem die Berufstätigkeit ist, die Menschen – gegen ihren Willen – vom Sport fern halte. Während junge und in immer größerer Zahl auch ältere Menschen einen hohen Bewegungsindex haben, zwängen  starre Arbeitsstrukturen jeden zwischen Ausbildung und Rente zur körperlichen Faulheit. Und die Antwort auf das Problem sei nicht eine Ausweitung klassischer Betriebssportprogramme, so die Zukunftsforscher, sondern eine Flexibilisierung von Arbeits- und Sportkultur.
Ob Gesundheit, Arbeitskultur oder Konsum – die Frage, wie sich die Zukunft des Sports entwickelt, entscheide sich an sieben Bedürfnissen. Sie alle seien elementar für eine funktionierende Zivilgesellschaft mit Fokus auf Lebensqualität und Gesundheit. Zugespitzt lautet die These der Autoren: Künftig brauchen wir ein Recht auf Bewegung.
Die sieben Bedürfnisse künftiger Sportler:
♦ Unterhaltungssport ist nicht länger von Passivität und Bier auf der Couch geprägt. Der Eventsportler wird selbst aktiv und zum Co-Akteur jeder  Sportveranstaltungen.
♦ Sport ist Konsum. Es geht darum, den Schein von Sportlichkeit zu erzeugen – sich selbst gegenüber und nach nach außen.
♦ Die Ära der ,Casual-Sportler´ beginnt. Ad-hoc und spontan muss Bewegung überall möglich sein. Vor allem an den öffentliche Räume stellt das Sportbedürfnis vor neue Herausforderungen.
♦ Sport wird zur Arbeit der Zukunft. Fitness wird wichtiger als  Karriere und/oder in diese fest integriert. Damit kann die große Bewegungslücke zwischen Jugend und Rente geschlossen werden.
♦ Die Steigerung der sportlichen Leistungen kennt keine Grenzen mehr – dank immer neuer Sport-Plus-Innovationen. Da Limit des Machbaren ist noch lange nicht erreicht.      ♦Vereine sind out? Jein. Sport lebt mehr denn je von der Gemeinschaft. Doch die Formen, wo und wie wir gemeinsam Sport machen, verändern sich radikal.
♦Thrill-Sportler sind ständig auf der Suche nach dem noch nicht Dagewesenen und werden so zu den Unternehmern einer neuen Sportwelt. Sie setzen Maßstäbe, die vor kurzem noch undenkbar waren.

,Sportivity´  Die Zukunft des Sports, Zukunftsinstitut , 128 Seiten, ISBN: 978-3-938284-85-8

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