Schlichter, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind

Lufthansa-VerkehrszahlenNach dem Ende des dreitägigen Streiks hat die Lufthansa ihren Piloten kein neues Angebot in Aussicht gestellt. Nach Ansicht von Kay Kratky, Vorstandsmitglied der Lufthansa Passage, enthalte die Offerte aus der vergangenen Woche ausreichend Substanz, über die man reden könne. Kratky  warnte vor einem weitreichenden Imageschaden der gehäuften Arbeitskämpfe für die Lufthansa. „Die Folgen dieses Streiks sind verheerend.“ Es bestehe die Gefahr, dass Reisen mit einer deutschen Airline von den Kunden nicht mehr als der zuverlässigste Weg wahrgenommen werde und diese sich Alternativen suchten. Daneben habe Lufthansa einen wirtschaftlichen Schaden im mittleren zweistelligen Millionenbereich erlitten.

Die Verhandlungen sollten nach Kratky´s Auffassung „in den nächsten Tagen“ wiederaufgenommen werden. Vorrangig gehe es aber zunächst darum, die Folgen des Streiks aufzuräumen. „Diese Zeit gönnen wir uns noch.“ Der Einsatz eines Schlichters sei grundsätzlich eine Möglichkeit, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft sind.

Auch wenn der Flugbetrieb für die Passagiere bereits wieder völlig normal laufe, seien in der kommenden Woche laut Krisenstabsleiter Werner Knorr noch zahlreiche Nacharbeiten notwendig. So müssten noch mehr als 10 000 Dienstpläne geändert werden.

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