Megafusion

Der Zusammenschluss von American Airlines und US Airways zur größten Fluglinie der Welt ist beschlossene Sache. Die Gesellschaften haben ihre Pläne am 14 Februar in New York offiziell bekannt gegeben. Gemeinsamer Name wird American Airlines sein.
Die Anteilseigner von American Airlines werden wie erwartet 72 Prozent an der gemeinsamen Gesellschaft halten, die der kleineren US Airways 28 Prozent. Konzernchef wird  US-Airways-Lenker Doug Parker, der als Architekt der Fusion gilt. American-Airlines-Chef Tom Horton wird Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Drehkreuze und Flugziele sollen erhalten bleiben. Hauptsitz wird Dallas-Fort Worth. Ab 2015 wollen die Fluglinien jährlich eine Milliarde Dollar durch den Zusammenschluss einsparen. Erwartet wird, dass US Airways vom Airline-Bündnis `Star Alliance“, zu `Oneworld´wechselt. Neben American gehören diesem Bündnis unter anderem British Airways, Iberia und Air Berlin an.
American Airlines ist nach Passagierzahlen die drittgrößte Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten, US Airways ist Nummer fünf. Zusammengenommen verdrängen sie die aus einer Fusion entstandene United Continental vom Spitzenplatz und steigen  zur weltweiten Nummer eins auf.
Im vergangenen Jahr kamen die zwei Fluglinien zusammen auf einen Umsatz von 38,7 Milliarden Dollar (28,8 Mrd Euro). American Airlines bringt mehr als 600 Flugzeuge in die Ehe ein, US Airways annähernd 350 Jets. Hinzu kommen noch einmal mehr als 550 kleinere Maschinen, die bei den Regionalgesellschaften American Eagle und US Airways Express im Einsatz sind.

Die Fusionsgespräche laufen seit einem Jahr. Sie hatten kurz nach der Insolvenz der American-Airlines-Muttergesellschaft AMR begonnen.
Wie das ´Wall Street Journal´ anmerkte, wird American Airlines die Fusion nutzen, um aus der Insolvenz herauszukommen. Der Plan müsse deshalb noch vom zuständigen Insolvenzgericht abgenickt werden. Auch die Wettbewerbshüter müssen dem Geschäft zustimmen, wobei es bei früheren Zusammenschlüssen in der Luftfahrtbranche hier kaum Probleme gab. Bis zum endgültigen Zusammengehen kann es dadurch aber noch Monate dauern.
Die Fusion biete den Gläubigern von American Airlines die Möglichkeit, einen guten Teil ihres Geldes zu retten, schrieb das `Wall Street Journal´. Fast alle großen US-Fluggesellschaften waren in den vergangenen Jahren durch Insolvenzen gegangen und hatten dabei ihre hohen Kosten vor allem beim Personal reduziert. Auch American Airlines hatte einen massiven Stellenabbau angekündigt.

Quelle: dpa, Fotos: American Airlines, US Airways

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